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terschied der Religion, in der Stadt und dem zu ihr gehörigen Stadtbezirke,
auch Wittwen; unverheirathete Frauenzimmer sind ausgeschlossen.
Mitglied ist jede Dame, die einen jährlichen Beitrag entrichtet, oder
durch Natural-Verpflegung oder sonstige Unterstützung mindestens auf
ein Jahr ihre Theilnahme zusichert. Im Jahre 1862 wurden 2111
Wöchnerinnen 14 Tage lang durch Suppen verpflegt, wovon 641 durch
wohlthätige Damen und 1470 durch die Suppen-Anstalten. Der Verein
der letztern veranstaltet jährlich eine Ausstellung für wohlthätige
Zwecke und deckt dadurch seine Bedürfnisie. Vorsitzende Stadräthin
Reime r.
Bercin für den Bau der Marien-Kirche zu Aachen.
Er richtet seine Thätigkeit auf Förderung dieses Baues und befaßt sich
insbesondere mit Ansammlung der Bau-Fonds. Bis zum Jahre 1862
waren auf den Ban bereits über 100,000 Thlr. verwendet worden. Die
Bau-Fonds bilden sich durch freiwillige Beiträge der Bürgerschaft, testamentarische
Zuwendungen und aus dem Ertrage öffentlicher Verloosungen.
Die Kosten der Orgel werden durch Konzerte, welche die Gesang-Gesellschaft
Konkordia veranstaltet, aufgebracht.
Verein christlicher Kaufleute zu Breslau.
Eine feit Jahrhunderten bestehende Gesellschaft (Collegium mercatorum
etc.), die im Jahre 1858 die Rechte der juristischen Person und den
jetzigen Namen erhalten hat. Der Verein besteht aus deu bis dahin
bei der kaufmännischen Korporation zu Breslau ausgenommen# Kaufleuten
und Fabrikanten. Sein Zweck ist: a) die Erhaltung des auf
die Namen theils der Kaufmannschaft zu Breslau, theils der kaufmännischen
Korporation zu Breslau, theils der kaufmännischen Armenkaffe
zu Breslau erworbenen eigenthümlichen Vermögens; b) die Verwaltung
der ihm zugetheilten wohlthätigen Anstalten, und c) Unterstützung seiner
hülfsbedürftig gewordenen Mitglieder. Dem Verein kann jeder Kaufmann
beitreten, der ein Handels- oder Fabrikgeschäft in Breslau betreibt
und einer christlichen Konfession angehört. In der Verwaltung
des Vereins befinden sich folgende wohlthätige Anstañrn: 1) das Johann
Se lenk esche Institut für alte und verarmte Kaufleute aus Breslau;
2) die Kreischmersche Posteritäts-Armen-Fundation; 3) die
Stiftung des Kaufmanns Milde zur Errichtung einer Freischule für
arme Kinder; 4) die von Pathe dem Selenkeschen Institut und der
Mildeschen Freischule mit à 200 Thlr. vermachten Legate; 5) die
Stiftung des Kaufmanns Mose zur alljährlichen Feier einer großen
Kirchen-Musik; 6) die Stiftung mehrerer Kaufleute zur Beförderung
des Spiels auf der großen Orgel bei St. Elisabeth; 7) die Stiftung
der verw. Kommerzien-Räthin Hielscher, geb. Menzel, zur Unterstützung
von 5 Kaufmanus-Wittwen und 5 Prediger- oder Schullehrer-Wittwen;
8) die Stiftung des Kaufmanns H elfer zur Unterstützung von
Nothleidenden; 9) die Stiftung der Eleonore Charlotte v. Pachaly
zur Unterstützung von 5 Personen weiblichen Geschlechts vom adligen
Stande und eben so vieler Personen weiblichen Geschlechts vom bür-