Full text : Preußisches Landbuch

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gen,  Weihnachtsgaben  re.  zu  Theil;  ein  NLH-Verein  sorgt  für  das
diesfällige  Bedürfniß;  unter  der  Leitung  eines  erblindeten  Musiklehrers
sind  etwa  20  Blinde  zu  einem  Gesang-Vereine  zusammengetreten,  während ­
  ein  blinder  Lehrer  allwöchentlich  30  bis  40  Blinde  zu  gemeinsamer ­
  Erbauung  versammelt.
Bercin  zur  Fürsorge  für  erwachsene  Blinde  in  Berlin.
Er  besteht  seit  dem  1.  Januar  1854  und  beschäftigt  sich  im  Anschluß
an  die  königliche  Blinden-Anstalt  damit,  für  das  weitere  geistige  und
leibliche  Fortkommen  erwachsener  Blinden  sowohl  in  einer  eigendS  für
sie  gegründeten  Anstalt,  als  auch  außerhalb  derselben  nach  Maßgabe
seiner  Mittel  Sorge  zu  tragen.  Zu  diesem  Behuf  werden  die  aufgenommenen
  Blinden  von  einem  besonderen  Arbeitslehrer  in  einem  ihrer
Fähigkeit  angemesienen  Arbeitszweige  unterrichtet,  durch  dessen  Betrieb
sie  später  im  Stande  sind,  sich  ihr  Fortkommen  ganz  oder  theilweise
selbst  zu  verschaffen.  Sie  befinden  sich  zu  diesem  Behuf  ein  bis  zwei
Jahre  in  der  Anstalt  und  werden  dann  mit  einem  Zeugniß  über  ihre
Führung  und  ihre  Fähigkeit  entlassen,  behalten  jedoch  auch  ferner  an
bent  Verein  eine  Stütze  für  ihr  geistiges  und  materielles  Fortkommen.
Der  Verein  erhielt  mehrere  Zuwendungen;  so  5000  und  2000  Thlr.
vom  Stadtrathe  Hollmann.  Die  Stadt  Berlin  zahlt  5  Thlr.
monatlich  für  jeden  der  Vereins-Anstalt  überwiesenen  Zögling  der
Kommune.  Vgl.  Blinden-Anstalt  zu  Berlin.
^Verein  zur  Unterstützung  hülfsbedürftiger  Christen  aus  Israel.
Vorsitzender  dieses  Berliner  Vereins  Prediger  Ur.  Klee.  Der  vor
einigen  Jahren  gestiftete  Verein  hatte  1862  in  Predigt-Kollekten,  durch
Beiträge  bereits  10,323  Thlr.  eingenommen  und  zur  Pflege  von  Proselyten
  und  zu  ähnlichen  Zwecken  2872  Thlr.  ausgegeben.  Um  ein
Missionshaus  für  verlassene  verstoßene  Christen  aus  Israel,  für  Durchreisende, ­
  für  arme  Kranke  zu  gewinnen,  wurde  das  Haus  Wilhelmsstr.
Nr.  132.  für  42,000  Thlr.  angekauft  und  auf  demselben  an,  28.  Juli
1863  der  Grundstein  zum  Bau  der  „Christus-Kirche"  gelegt.  Neben
der  Kirche  besteht  ein  Missionshaus,  eine  Schule  und  ein  Asyl  für  verstoßene
  Proselyten.
Verein  zur  Unterstützung  hülfsbedürftiger  deutscher  Buchhändler  rc.
Der  Verein  giebt  jährlich  3—4000  Thlr.  an  Unterstützungen  aus  und
hat  einen  Reserve-Fonds  von  8000  Thlr.  Vorstand  (1863)  Buchhändler
Mittler  zu  Berlin.
Verein  zur  Unterstützung  jüdischer  Lehrer  in  Preußen.
In  den  1850s  Jahren  begründet,  bezweckt  er  die  Aufhülfe  der  jüdischen
Lehrer  und  ihrer  Hinterbliebenen.  '  Im  Jahre  185U  wurden  62j  Thlr.
an  Unterstützungen  bewilligt;  Vereins-Vermögen  5000  Der
Verein  hatte  331  Mitglieder,  sämmtlich  in  Berlin.  Vorsitzender  I.
Löwenhcrz,  Schriftführer  Piek.
Verein  zur  Verpflegung  armer  Wöchnerinnen  in  Berlin.
Im  Jahre  1836  gegründet,  unterstützt  er  dürftige  Ehefrauen  ohne  Un-
            
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