Aerein zur Unterstützung in der Schlacht bei Belle-Alliance invalide gewordener
deutscher Krieger.
Derselbe hat seinen Sitz zu Frankfurt a. M. und zahlt jährlich 220
Thlr. zur Vertheilung an preußische Invaliden. Letztere erfolgt in
Raten von 10 Thlr. durch das Kriegs-Ministerium.
Verein für das Wohl der arbeitenden Klassen zu Frankfurt a. O.
Er trat 1848 zusammen und erhielt die beschränkten Korporations
Rechte; 1858 betrug das Vermögen des Vereins 6159 Thlr., welches
durch Ansammlung der regelmäßigen Beiträge entstanden ist. Seine
Wirksamkeit bestand 1) in Gewährung von Vorschüssen bis zu 30 Thlr. ;
2) in Bürgschafts-Darlehnen bis zn 300 Thlr.; 3) in Darlehnen
gegen Pfand; 4) in Wechsel-Darlehnen. Der Gesamnlt-Betrag der
ausgeliehenen Gelder belief sich auf 38,878 Thlr. Außerdem ist von
dem Verein ein Spar-Jnstitut errichtet.
Verein zur Besserung jugendlicher Verbrecher in Frankfurt a. O.
Von einigen Mitgliedern der Regierung und des Ober-Landcsgerichts
unter Zutritt von Einwohnern des Reg.-Bezirks Frankfurt im Jahre
1844 zur Besserung jugendlicher Verbrecher in diesem Bezirke gebildet.
Die Statuten haben, bei gleichzeitiger Verleihung der beschränkten Kor
porations-Rechte, 1844 die Königliche Bestätigung erhalten.
Verein zur Unterstützung hülfsbedttrftiger Gymnasiasten im Neg.-Bezirk
Frankfurt.
Der Verein hat sich 1821 gebildet und besaß Ende 1861 ein Kapital-
Vermögen von 4450 Thlr., von dessen Zinsen 200—260 Thlr. jähr
lich zu Unterstützungen verwendet werden.
Verein zur Erziehung sittlich verwahrloster Kinder in Görlitz.
Von dem Landrathe v. Oertz cn im Jahre 1836 gestiftet. Die Kinder
wüssen der preußischen Oberlausitz angehören und dürfen nicht über
14 Jahre alt sein; die Konfession macht keinen Unterschied. Vgl.
Rettungshaus zu Görlitz und Ackerbau-Schule zu Siebenhufen.
Verein für sittlich verwahrlosete Kinder zn Goldberg.
Derselbe besteht seit 1830 und war der erste Verein dieser Art in
Schlesien. Er erhielt mehrere Zuwendungen. Vgl. Rettungs-Anstalt
ZU Goldberg, Pauline Kretschmer rc.
Verein für christliche Armen- und Krankenpflege zu Greiffenberg (in Pommern).
1849 zusammengetreten, besteht er aus den beiden Geistlichen des Orts
und 12 Bürgern und hat Korporations-Rechte. Zu seinen mildthätigen
Werken gehört die 1850 erfolgte Herstellung eines Rcttungshauses, in
welchem Kinder armer Eltern ganz oder halb freie Aufnahme finden
Die ganz freie Aufnahme besteht in vollständiger Bekleidung, Bekösti
gung und Obdach, die halbfreie in Beköstigung und auch wohl in Be
lleidung, während das Kind im elterlichen Hause schläft. Für einzelne
Binder wird von der Stadt ein Pflegcgeld von 12—18 Thlr. gezahlt.
Die Zahl der Aufgenommenen beträgt 20—40.
Preufi. tztindbuch.
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