Full text : Preußisches Landbuch

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tete  1853  in  Bütow  eine  Kinder-Bewahr-Anstalt  ein,  aus  welcher  sich  allmählig
  eine  Waisen-Anstalt  entwickelt  hat,  die  seit  1860  ein  eigenes
Haus'und  mehr  als  11  Morgen  Land  und  Wiesen  besitzt.  Es  werden ­
  darin  8  Waisen  und  6  taubstumme  Kinder  erzogen,  unterrichtet
und  unterhalten.  Die  Waisen  erhalten  den  Unterricht  durch  Frauen
aus  der  Stadt,  die  Taubstummen  durch  einen  von  der  Regierung  besoldeten ­
  Lehrer.  Für  die  Bekleidung  der  Kinder  sorgt  großen  Theils
ein  Frauen-Verein.
Waisenhaus  zn  Düren.
Eine  katholische  Anstalt  zur  Pflege  und  Erziehung  von  Waisenkindern,
1854  von  dem  kath.  Ober-Pfarrer,  Land-Dechanten  Vas  sen  mit  Hülfe
freiwilliger  Spenden  errichtet;  damit  verbunden  ist  eine  Kinder-Bewahr-Anstalt.
  Die  innere  Leitung  ist  barmherzigen  Schwestern  übertragen,
die  äußere  Verwaltung  liegt  einem  „Waisenhaus-Verein"  ob,  der  zum
Besten  der  Anstalt  jährliche  milde  Sammlungen  veranstaltet.  Zur  Zeit
sind  40—50  Waisenkinder  ausgenommen,  zum  Theil  für  Rechnung  der
Armen-Verwaltung.
Waisenhaus  zu  Duisburg.
Ein  städtisches  selbstständiges  Institut  mit  einer  jährlichen  Einnahme
von  2400  Thlr.  Vermögen  in  Grundstücken,  Kapital  rc.  60,000  Thlr.
Waisenhaus  zu  Elberfeld.
Ein  um  das  Jahr  1850  hergestelltes  Institut,  desien  Verwaltung  im
Jahre  1861  an  19,000  Thlr.  kostete.  Dir  Anstalt  hatte  sich  vieler
und  ansehnlicher  Zuwendungen  und  Vermächtnisie  zu  erfreuen:  z.  B.
von  Peter  de  Weerth  (1855)  10,000  Thlr.,  Wittwe  Wülfing
geb.  Siebel  10,000  Thlr.,  Frau  v.  Carnap  geb.  v.  Carnap
1000  Thlr.,  Frau  Leser  1000  Thlr.  Frau  Elle  r  schenkte  (1861),
um  dem  Wohlthätigkeits-Sinne  ihres  t  Gatten  zu  entsprechen,  zur  Vermebrung
  des  Fonds  2000  Thlr.,  von  denen  j  der  Zinsen  zur  Weihnachtsbescherung ­
  für  die  Kinder  jährlich  verwendet  werden  sotten.
Waisenhaus  zu  Enpen,
eine  Anstalt  mit  12,000  Thlr.  Kapital-Vermögen  und  61  Morgen  Liegenschaften. ­
  Jährliche  Einnahme  3800  Thlr.  Steht  unter  der  städtischen ­
  Armen-Verwaltung  und  wird  von  barmherzigen  Schwestern  geleitet. ­
  Pfarrer  Zervais  (t  14.  Juli  1834  zu  Ketteniß)  vermachte
demselben  Grundstücke  und  Schuldforderuugen  im  Werthe  von  1400
Thaler.  şşàrfYiÈ  iiisļļjjuogno  siri)  iiagniî;:
Waisenhaus  für  NemVorpoinnrern  und  Rügen  zu  Franzburg,
von  einem  am  9.  Januar  1863  unter  dem  Vorsitz  des  Reg.-Präsidenten
  Grafen  v.  Krassow  zusammengetretenen  Verein  ans  milden  Gaben ­
  hergestellt  und  für  30  Knaben  berechnet.  Aufgenommen  werden
valer-  oder  mutterlose,  oder  ganz  verwaifcte  Kinder.
Waisenhaus  zu  Gleiwitz.
Um  das  Jahr  1851  durch  den  Stadtpfarrer  nnd  Erzpriester  Kühn  zu
            
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