Gleiwitz und andere Menschenfreunde aus milden Gaben hergestellt.
Die Anstalt ist auf 150 Personen berechnet, am 4. Novbr. 1862 eröffnet,
besitzt Korporations-Rechte und hat einschließlich einer Fundation
des Erzpriesters Hansel einen Fonds von 10,000 Thlr. angesammelt.
Seit Eröffnung der Anstalt am 4. November 1862 bis Ende December
1863 befanden sich in unentgeltlicher Pflege und Erziehung 21 Waisenkinder
gegen eine jährliche Pension von 24 bis 36 Thlr, 10 als
Pensionaire mit einem jährlichen Pensionssatze von 40 bis 50 Thlr.
im Ganzen 41 Kinder. Die Pflege und Erziehung derselben leiten
fünf barmherzige Schwestern, während sich fünf andere der ambulanten
unentgeltlichen Krankenpflege in der Stadt und Umgegend ohne Unterschied
der Konfession widmen. Die Erhaltung der Letzteren wird durch
einen Verein von Wohlthätern in Gleiwitz und der Umgegend und
durch Unterstützungen aus dem Mutterhause in Neisie ermöglicht.
Waisenhaus zu Görlitz.
Städtische Anstalt, in welcher sich durchschnittlich 37 Kinder befinden.
Sie hatte 1861 ein (Stiftungs-) Vermögen von 31,404 Thlr.
Waisenhaus zu Graffa» (Stendal),
sur Aufnahme von 10 Mädchen vorzugsweise aus der Altmark. Ist
1849 begründet und wird durch milde Beiträge unterhalten.
Waisenhaus für ev. Mädchen zu Graudeuz,
1857 von dem Direktor der höheren Töchterschule Borrmann im
Verein mit evang. gesinnten Bewohnern der Stadt gegründet und durch
milde Beiträge vorzugsweise der Schülerinnen der ev. Mädchen-Schule
unterhalten. Das Hans enthält 9 Mädchen.
Waisenhaus zu Halle.
Ein Theil der Frankeschen Stiftungen, nimmt diese Anstalt zur Zeit 114
Knaben und 16 Mädchen zur kostenfreien Erziehung auf. Es sind dies
verwaiset« Kinder ev. Konfession, vorzüglich Knaben aus den mittleren
Ständen, welche in der Ehe erzeugt, unvermögend, gesund und nicht
verwahrloset sind. Die Aufnahme findet statt im Alter von 10—12
wahren. Die nicht znm Stndiren geeigneteil Knaben werden nach vollendetem
14 ten Lebensjahre konfirinirt und entlassen, die andern können
öen Gyinnasial-KursttS in der Anstalt dltrchmachen. Die Mädchen besuchen
die Töchter-Bürgerschule bis zu ihrer Entlassung, welche im
15 ten Jahre nach geschehener Einsegnung stattfindet/ Bei dem Abgange
wird den Zöglingen eine angemessene Ausstattung gewährt, Sute
"eue Waisen-Ştà wurde 1863, bei» der Feier des 200jährigen Geburtstags
Frankes von de«.für diese Feier zusammengetretenen Ko-'Uļtä
mit 2500 Thlr. begründet. ^Vgl. De ge, Graf Sack, Salchow,
t e ck e l b e r g rc.
Waisenhaus zu Heitigenstadt,
für katholische Mädchen von der Wittwe des Kaufmanns Wolf geşiiftet,
welche zu diesem Zweck (1834) 3250 Thlr. Gold und 1753