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WahlSdorfscheö Stipendium zu Jüterbog.
Der Bürger Martin Wahlsdorf (t 1813) legirte 4s7 Thlr. zur
Unterstützung zweier studirenden dortiger Bürgersöhne, event, junger
Gesellen aus dem Jüterboger Kreise ans zwei bis sechs Jahre. . Das
Stipendium beträgt 20^-Thlr.; Kollatoren sind der Pastor und Ktrchen-
vorstand der Frauen- und Mönchenkirche zu Jüterbog.
Waisen-Austalt zu Aachen.
Ein unter Administration der Armen-Verwciltüng stehendes Institut, in
ökonomischer Beziehung unter die Leitung der Schwestern vom Orden
des h. Karl Borromäus gestellt. Es şinden etwa 150 Kinder beider
lei Geschlechts Aufnahme.
Waisen-Anstalt zu Bernstein.
Für Waisen, welche die öffentliche Schule besuchen, durch Vermittelung des
Pfarrers Grundemann vom Magistrat in der Art gegründet, daß jene
Kinder unter Aufsicht und Pstege eines kinderlosen, christlich gesinnte»
Ehepaares in einer dazu gemietheten Wohunng gestellt sind. Dre An
stalt wird aus städtischen Mitteln und aus milden Verträgen unter
halten.
Waisen-Anstalt zu Brieg.
Ein nicht mehr existirás Institut, dessen Kapitalien mit denen der
allgenreinen Armenkasse verschmolzen stnd, die aber nach den ursprüng
lichen Zwecken zur Erziehung von (zwölf) Waiscn-Kindcrn verwendet
werden. Die Kinder werden bei achtbaren Eltern zur Erziehung unter
gebracht und es wurden 1861 3871 Thlr. für dieselben aufgewendet.
Eine Anzahl Kinder werden für Rechnung der Armenkasse in das
Knaben-Nettungshaus zu Friedland aufgenommen.
Waisen-Anstalt zu Guhrau.
Sie ist 1854 von der Stadt begründet und wird von ihr unterhalten;
1862 befanden sich 10 Waisen in derselben.
Waise» Anstalt zu Königsberg i. d. Neun».
Im Jahre 1849 von einem Verein begründet.
Waisen-Anstalt zu Liebenthal.
Sie befindet sich im Kloster, und es sind darin durchschnittlich 12 Mi-
litair-Waisen-Mädcheu (für Rechnung des großen Militair-Waisenhau-
ses zu Potsdam) und 19 Civil-Waisen-Mädchen. Die Aufsicht führt
eine Laienschwester. Die Pension für ein Kind beträgt 30—40 Thlr.
jährlich; das Fehlende wird durch Ueberverdirnst beschafft. Vermögen
besitzt weder die Anstalt noch der Konveut überhaupt.
Waisen-Anstalt zu Aauinbing a. Ş-,
1) städtische mit 14,000 Thlr. Kapital und einigen Grundstücken. Aus
den Einkünften werden 98 Waisenkinder erzogen. Die Zöglinge er
halten freien Schul-Unterricht -in den städtischen Schulen imb bei der
Entlassung 5 Thlr. Mitgabe. Die Knaben werden nach Umständen
zur Erlernung eines Handwerks auf Kosten der Anstalt untergebracht;