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6000 Thlr. und für die Sparkasse der fleißigen Zöglinge des Hauses
3000 Thlr. Vgl. Birkenstock, Forst, Schüller, Molinari, Farina,
v. Welter u. A.
Waisenhaus zu Königsberg,
von König Friedrich I. am Tage seiner Krönung (18. Januar 1701)
zur Ausnahme von Vater-- und mutterlosen Kindern, namentlich der
höheren Stande evang. Konfession, mit 24 Stellen gegründet; später
sind diese bis ans 52 vermehrt. Friedrich Wilhelm IV. stiftete bei
der Erbhuldigung 1840 6 Freistellen durch Uebcrweisnng eines Kapi
tals von 12,000 Thlr. aus dem Preußischen Landes-Unterstütznngs-
Fonds. Bis 1856 hatte die Einnahme der Anstalt sich dergestalt ge
steigert, daß neue 10 Stellen errichtet werden konnten. König Wil
helm I. bewilligte bei der Krönung im Jahre 1861 wiederum 10,000
Thlr. Ein Bcrmächtniß des früheren Waisenhaus-Direktors S t e eg er
und die Ersparnisie haben die Vermehrung der Waisen-Stellen bis
ans 60 möglich gemacht. Bgl. Dicckmannsche Stiftung und Evang.
Waisenhaus-Seminar.
Waisenhaus (Lhorschüler-Jnstitut) zu Königsbergs
Ein städtisches Institut, das 36 Knaben aufnimmt und im Jahre 1862
ein Vermögen von 50,000 Thlr. hatte. Die Zöglinge werden mit
Allem unterhalten und in den Stadtschulen unterrichtet.
Waisenhaus zu Landöberg a. W.
1724 vom Magistrat gegründet und durch die Zinsen einiger Legate,
durch freiwillige Beiträge und autz städtischen Mitteln unterhalten.
Waisenhaus St. Elisabeth zu Langensalza,
mit 30 Kindern. Vermögen 14,000 Thlr. und einige Grundstücke.
Waisenhaus zu Malmedy.
Eine Privat-Stiftung, nimmt 16 Kinder auf und hat 1400 Thlr.
Kapital-Vermögen.
Waisenhaus zu Nordhansen,
Zur Aufnahme armer und elternloser Kinder von 5—14 Jahren. Die
Anstalt besitzt einiges Grund-Vermögen und 6000 Thlr. Kapital. Vgl.
% Müller, Chr. Gottlob Richter und Aug. Chr. Gottfr. Weber.
Waisenhaus zu Mtinbrecht (Gummersbach).
Von dem früher dort gestandenen Pfarrer Thümmel gestiftet, seit sei-
uem Abgänge käuflich auf das Presbyterium übergegangen und größten
teils durch milde Beiträge erhalten. Es nimmt etwa 12 Kinder aus
der Gemeinde auf, die bis nach erfolgter Konsirnratton m der Anstalt
bleiben. Jährliche Einnahme und Ausgabe etwa 350 Thlr.
Waiseuhauö zu Ohlau.
dasselbe nimmt theils alte Leute;, theils Kinder aus und hat ein, aus
Vermächtnissen herstamiuendeö Vermögen von 7jd0 Thlr.