Full text: Preußisches Landbuch

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Molaus WeiSmü l ler, 
Kiefermcister zu Leutesdorf (Neuwied) (f 1838) hinterließ den dortigen 
Armen sein gesammtes Vermögen (6720 Thlr.). 
Franz Weiß, 
Schlächter zu Neiße (f 1845) vermachte dem dortigen städtischen Ar- 
men-Fonds in Grundstücken und Mobilien 1870 Thlr.; die Zinsen 
davon sollen jährlich fiins verarmten Bürgern katholischen Glaubens 
daselbst zu gleichen Theilen zustießen. 
Dan. Weisse, 
Doktor der Medizin zu Frankfurt a. O. (+ 1797) begründete daselbst 
ein Stipendien-Lcgat, dessen Zinsen-Ertrag zur Zeit 200 Thlr. ergiebt. 
WeisselscheS Hospital zu Loukischken (Labiau). 
Eine Familicn-Stiftung, welche drei armen Familiengliedern, und in deren 
Ermangelung auch Fremden ¿ine kleine Wohnung, ein Ackerstück zu etwa 
30 Scheffel Kartoffeln Auösaät und eine jährliche Unterstützung von 
12 Thlr. gewährt. Zu dett Insaffen gihört stistungsmäßig der Glöck 
ner der Kirche. 
WeissenbornscheS Legat zu Greifswald. 
Eine Armcn-Stiftung, von der 1848 + Kaufmanns-Wittwe We issen 
do rn, geb. Pogge letztwillig angeordnet und von ihren Erben durch 
Einzahlung von 3500 Thlr. realifirt, deren Zinsen k 4 pCt. an die 
Arnie» vertheilt werden sollen. Die Verwaltung der Stiftung steht zu 
nächst den Erben, später dem Magistrat zu. 
Weifsig, 
Landcsältester, setzte 100 Thlr. zu dem Zwecke aus, daß die Zinsen da 
von alljährlich an hülfSbedürftigr PiersvnÄ zU Ober-Horka (Rothen 
burg) vertheilt werden sollen. 
v. Welchhausensches Stipendium. 
Eine alte Stiftung der Stadt Gr.-Salzc von 100 Thlr. jährlich füi 
studirende Familienglieder und in deren Ermangelung für studirenl» 
Bürgcrsöhne des Orts. Die Verleihung hat tier Magistrat. (Hermeê 
H. Ş. 51.) 
W el cker-Stiftung. 
Die am 16. Oktober 1859 in Bonn stattgefuudcnc Feier des 50jäh- 
rigen Profefforen-Jubiläums des Prof. Dr.Wclckcr gab seinen Schü 
lern und Verehrern Veranlassung^ ihn durch Gründung der „Welckcp- 
Stiftung" zu ehren, welche zur. Aufmunterung und Förderung des 
Studiums der klassischen Philologie auf der Universität dienen soll. 
Das zu diesem Behuf aus Beiträgen zusammengebrachte Kapital ist in 
dem Ankauf von 2250 Thlr. Staatsschuldsch. z« H pCt. angelegt und 
von den Zinsen ein jährliches Prämium von 40 Thlr. für eine außer 
ordentliche Stelle in dem philologischen Scminarium der Universität ge 
stiftet worden. Der Ueberschuß von 38-f- Thlr. soll für eine vorläufig
	        
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