Full text : Preußisches Landbuch

W  eyer-sche  Stiftung,
von  Johannes  Weyers  ans  Viersen,  Propst  am  Kollcgiat-Stift  zum'
h.  Stephan  in  Mainz  und  Kanonikus  des  Stifts  zum  h.  Andreas  in
Köln  1627  mit  2000  Königststlr.  zu  zwei  'Studien-Portionen  für
Studirende  feiner  Verwandtschaft,  an  dem  Montaner-  und  Jesuiten-Gynmasium
  in  Köln  sechs  Jahre  zu  geniesten,  gestiftet.  Die  Beneficiatele ­
  haben  gewisse  gottesdienstliche  Verpflichtungen  zu  erfüllen.  Kollatoren
  sind  der  Pfarrer  von  Viersen  und  die  beiden  ältesten  Schöffen.
Wengantz  ÄrmemFoiidS  zu  Ahaus.
Eine  Privat-Stiftung  mit  3118  Thlr.  Kapital  und  einem  Armenhause.
In  dem  letzteren  erhaltest  4  weibliche.  Personen  freie  Wohnung,  auch
werden  die  durch  Erhaltung  des  Hauseö  nicht  absorbirlen  Zinsen  (125
Thlr.)  unter  sie  vertheilt.
Fürstlich  Wiedsche  große  Mildenkasse  zu  Neuwied.  :
Ein  Fonds  zur  Unterstützung  armer  Wittwen  und  Waisen  mit  einem
Kapital  von  9000  Thlr.
Fürstlich  Wiedsche  Schulkaffe  zu  Neuwied,
zur  Unterstützung  armer  Schulgemeinden  und  Lehrer.  Kapital  9500
Thaler.
v.  Wiedebachsche  Stiftung.
Der  vormalige  Besitzer  des  Ritterguts  Putschlau  (Glogau)  v.  Wiedebach ­
  und  dessen  Schwester  Frau  v.  Knobelsdorf  zu  Görlitz  widliu'tcu
  (18(J4)  235  Thlr.  zu  einer  Armen-Stiftung  für  die  Gemeinde
Putschlau.  Das  Kapital  ist  durch  freiwillige  Beiträge  bei  Kindtaufen,
Hochzelten  und  durch  Polizei-Strafgelder  in  der  Gemeinde  bis  auf  300
Thlr.  gebracht  und  werden  die  Zinsen  hiervon  zur  Unterstützung  Snoarmer,
  und  zu  Schulgeld  für  arnie  Kinder  dcö  gemeinschaftlichen  Armenverbandes
  von  Dominium  und  Gemeinde  şischlau  verwendet.
Wiedemann,
Destillateur  zu  Breslau  (t  1*40)  lrgirte  der  in  dortiger  Oder-Vorstadt ­
  befindlichen  städtischen  ev.  Armenschule  Nr.  7.  4000  3^1*1  zur'  Erbauung ­
  eines  Armen-Schulhausrs^  Seine  Tochter  war  Vorsteherin
dieser  Schule.  ,  n(  , j;
Christiane  Sophie  Fr.  Wieneken,
Tochter  des  Rektors  diese«  Rameus  zu  Quedlinburg  (+  1800)  hatte
biß  an  das  Ende  ihres  Lebens  sich  von  ihrer  Hände  Arbeit  ernährt
und  hinterliest  dann  den,  Gymnasium  zu  Quedlinburg,  an  welchem  ihr
Vater  von  1738  bis  1764  fungirt,  ein  Vermächtniß  von  200  Thlr.
(Wiese  S.  245.)
Wieuersche  Stiftungen  zu  Memel.
Der  jüdische  Kanfmann  Julius  Ludwig  Wiener  (t  1862)  vemachte
ber  Stadtgemeinde  in  Memel,  resp.  der  Korporation  der  dortigen  Kaufmannschaft ­
  1)  zur  Gründung  eines  Stifts  „für  verarmte  Kaufleute"
            
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