808
ses Kapitals soll alljährlich ein Sohn unvermögender Eltern, welcher
bis zum vollendeten 16ten Jahre die Schule besucht, sich in derselben
ausgezeichnet und eine unvorbereitete öffentliche Prüfung am besten be
standen hat, ein beliebiges Handwerk frei erlernen. Während einer
dreijährigen Lehrzeit soll er unterstützt und -drei Monate nach erfolgter
Freisprechung soll ein Kapital von 100 Thlr. für ihn gut geschrieben
und zinsbar gemacht werden. Kommt der Geselle nach zurückgelegten
Wander-Jahren, während derm er «in SUpeudiLm bezieht, mit Kennt
nissen bereichert nach Hause, hat er sich gut geführt, und findet Ge
legenheit, sich am Orte zu etablircu, so soll ihm alsdann das Kapital
der 100 Thlr. nebst den mittlerweile darauf gewonnenen Zinsen zu
seinem Etabliffemcnt abgereicht werden. Falls der Bénéficiât dagegen
auf der Wanderschaft verstirbt, oder sich durch schlechte Aufführung der
Wohlthat unwürdig macht, oder endlich sich anderwärts niederläßt, soll
das Kapital au eine arme und unbescholtene Bürgerstochter des Orts
als Mitgift bei ihrer Verhciratbung gezahlt werden. Tie Verwaltung
der Stiftung steht der Armen-Kvmmission unter Aufsicht der Regierung
in Liegnitz zu und das Stiftungs-Kapital beträgt zur Zeit 17,000
Thlr. Ein Theil der Zinscn-Ueberschüfse wird zur Unterhaltung einer
Zeichnen-Schule verwendet. à
Pfarrer und Superintendent in Prökuls (Memel), schenkte (1857) .dem
dortigen Verein zur Erziehung hülfloser Kinder und Besserung ent
laffener Sträflinge für die Zwecke desselben ein Kapital von 1500 Thlr.
ZoelsfelscheS Bermächtniß,
von dem zu Breslau (1882) f Kaufmann Ephraim Gottlieb Zoelf-
fel herrührend; er setzte den evaug. armen Schulkindern in Friedeberg
a. Q. ein Legat von 1000 Thlr. aus.
Zöllnerscheö Süpeudiuin,
von der Loge zu den drei Weltkugeln in Berlin zum Andenken an
ihren ehemaligen Großmeister, den Ober-Konsistorialrath Zöllner
(t 1804) gestiftet. Es besteht (Lisco S. 327) in 50 Thlr. und
wird an einen zur Universität abgehenden armen »nd vorzüglichen Schü
ler des Gymnasiums zum grauen Kloster oder an einen jungen Künstler
oder an einen jungen Handwerker der höheren Klaffen gezahlt.
verwandten Schlegel, den, Jakoh Hoewes jun. und den Töchtern
des Samuel Lo ew eu oder Lauen resp. bereu Kinder und Kindes
kindern zukommen. £>ic Aufsicht über die Stiftung hat seit 1812 das
Stadtgericht. nl
uz bumsn
ttķ r Ililiü filini Zoologischer Garten ,u Berlin.
Angeregt von König Friedrich Wilhelm IV., welcher dazu die Ein
räumung eines Theils der ehemaligen Fasanerie und die Uebersiedelung
51*