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bedingung der Entwicklung der Produktivkräfte, obgleich an
dererseits die Zunahme der Bevölkerung, infolge deren das Wirt
schaftssystem geändert wird, nicht nur auf die Produktions
methoden, sondern auch auf die Technik einwirkt.
Die Paläontologie gestattet uns jetzt, die Entwicklung der
Technik in der Urzeit und des Gewerbes seit seinem Entstehen
zu verfolgen. Der Charakter der Werkzeuge und Waffen des
Menschen bestimmt die Art, wie der Mensch seine Bedürfnisse be
friedigt. Dagegen wird durch die geographischen Natur Verhält
nisse und den Grad der Bevölkerungsdichte nur die Kategorie der
zu gewinnenden Produkte bedingt. In der Nähe von Flüssen
herrscht die Fischerei, in den Wäldern die Jagd vor usw. Gabriel
de Mortillet (Le Préhistorique, Paris 1883) teilt die Steinzeit in
vier Hauptperioden der technischen Entwicklung ein: 1. Pierre
taillé, durch einfache Schläge verfertigt; 2. Pierre retou
chée, auf doppelte Weise bearbeitet; 3. Pierre polie, mit
tels eines Druckes zubereitet und schließlich 4. Os et bois.
Mit der Technik ändert sich auch das Gewerbe des Menschen.
In der ersten Periode lebte der Mensch wahrscheinlich ganz nackt
und hatte nichts außer einem roh bearbeiteten Stein (coup de
poing). In den folgenden Perioden waren seine Werkzeuge schon
mannigfaltiger; er besitzt schon Werkzeuge, mittels deren er die
Haut der Tiere abzieht und reinigt, um sie dann als Kleid zu be
nutzen. In der letzten Periode bedient sich der Mensch schon der
Nadel; überhaupt weisen die mannigfachen Werkzeuge bereits
aus dieser Zeit auf bedeutend gesteigerte und vervielfachte Be
dürfnisse hin. Obgleich der Mensch während der ganzen Stein
zeit Jäger oder Fischer ist, so geht doch bei dem gleichen Wirt
schafts system mit dem technischen Fortschritt eine bedeutende
wirtschaftliche Entwicklung vor sich: nicht nur verschiedene
Werkzeuge und Schmucksachen werden hergestellt, sondern es
findet auch ein Austausch der Steinwerkzeuge und sogar der aus
der Ferne kommenden Schmucksachen statt. Einige Ethnologen
glauben allerdings, daß die Verbreitung gewisser Werkzeuge durch
die Wanderung des Urmenschen zu erklären ist, der den wilden
Hirschen und Pferden folgte. Wie dem aber auch sei, eins steht