Full text: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

2. Kap. Die freie Preisbildung. Die Marktpreise. 
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Ģen Erwerb verzichtet. Es kommt aber auch vor, daß diese Preissteigerung 
"ne andere Wirkung ausübt und vielmehr die Folge hat, daß der Betreffende 
au î den Kauf gewisser andern Gegenstände verzichtet, wenn ihm die erstern 
şnr seine Individualität werthvoller erscheinen und deshalb trotz ihres ge 
tigerten Preises von ihm erstanden werden. Es bleibt dann eben kein Geld 
înehr übrig, die andern zu bezahlen. 
Ferner ist noch eine andere Unterscheidung zu machen. Von gewissen 
Gegenständen braucht man nur einen oder eine geringe Anzahl. So benöthigt 
lllstn z. B. nur eine Taschenuhr, nur ein. Haus, nur einen oder einige Ueber- 
u. s. w. ; andere Dinge pflegt man dagegen in großem oder geringern 
Quantitäten zu kaufen. Finden nun beträchtliche Preisschwankungen von 
Gegenständen letzterer Art statt, so hat das die Wirkung, daß der Käufer, 
ttt vor der Wahl zu stehen, ob er überhaupt kaufen oder nicht kaufen will, 
1*° n den betreffenden Artikeln einfach mehr oder weniger einhandelt. Güter 
ìkser letztern Art sind die kostbarem Nahrungsmittel und Getränke, Putz- 
iuchen und Gegenstände, welche der Erholung dienen. So wird bis zu einer 
Wissen Grenze desto mehr Wildbret gegessen, desto mehr Wein, Liqueur und 
Ņ - ^trunken und desto mehr guter Tabak geraucht, je billiger sich die 
ļ eise dieser Qbjecte stellen. Das Gleiche gilt von den der Unterhaltungs- 
ec tiire dienenden Büchern, vom Theaterbesuch u. s. w., aber, wie gesagt, nur 
l * Zu einem gewissen Punkte, da unserer Genußfähigkeit bestimmte Schranken 
^zogen sind i.' 
Wenn es sich um Gegenstände handelt, die sich, wie der Thee, der Kaffee 
° er der Zucker, nach dem Gewichte in bestimmte Mengen abtheilen oder, 
. le die Kohlen und das Getreide, abwiegen lassen, so enthält der Preis, den 
J!? an fc zu einem bestimmten Zeitpunkte für die von ihm gekaufte gesamte 
.ņģê von Gütern der betreffenden Art zahlt, in der Regel noch keinen Hin- 
"Ş darauf, was er eventuell für gewisse andere Quantitäten desselben Gutes 
zahlen bereit ist. Würde der Preis des Kaffees oder des Zuckers steigen, 
be îvvrde er unter Umstünden allerdings nicht auf den Konsum dieser Artikel 
Um‘ lC ^ eU ' àr, falls ihm seine Mittel nicht erlauben, Einkäufe in dem gleichen 
gel f ^ »¡e früher zu machen, weniger als bisher davon kaufen, llnd um- 
Art /ì 'şi ļêicht möglich, daß jemand beim Sinken des Preises dieser 
do? ş^lls er nicht eine besondere Vorliebe für andere Gegenstände hat und 
"rã) die Preisminderung erübrigte Geld lieber zum Ankäufe von solchen 
deņ m .à ähnlicher Weise hat auch die Verwendung gewisser Produktionsmittel für 
Spat gebrauch ihre Grenzen. So ist für den Besitzer eines kleinen Gartens ein 
töi« CU ein höchst nützliches Instrument. Auch ein zweites Exemplar kann sich bei ge- 
einen s^^egenheiten M* nützlich erweisen, ein dritter aber oder ein vierter sind für 
Elchen Eigenthümer vollständig nutzlos.
	        
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