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„Herrsch»st" Der natürliche Zugang von Norden her führt
durch den Nebbezirk der „Herrschaft" im Quertal
des Rheins. Hier lehnt das Städtchen Mayen-
feld an einen weit ausladenden Schuttkegel, über
den eine früher viel begangene Straße zur veral
teten Befestigung L u z i e n st e i g und in das rechts
rheinische Ländchen Liechtenstein hinüberführt. Bei
Mal ans bricht aus enger Dlündungsklus die
Landquart aus dem breiten, anmutigen Tal des
Prüi'.xau Prätigau. Es zeigt überall die weichen Formen
des Bündnerschiefers, im Norden überragt von den
Steilwänden der Rätikonkette mit der Scesaplana.
Uber Schiers steigt die Straße und die rätische
Bahn nach K l o st e r s hinauf, das neben den Bä
dern von Fideris und Serneus und dem Sr.
Antöniental den Fremdenbesuch an sich zieht. In
steilem Anstieg gewinnen die „Stütz"siraße und die
Bahn das Hochtal des Landwassers. In dieser
sonnigen und nebelfreien Mulde nützt der Kurort
Davos (11300 Einwohner) in zahlreichen Sana
torien für Lungenkranke die Heilwirkung des Höhen
lichtes aus. Der Ort ist überdies zum berühnnen
Winterspvrtplatz geworden. Bon hier aus zieht die
Flüelastraße nach dem Unterengadin. An der sonni
gen Nordwand geht der Strelapaß am Sanatorium
sch»»figg Schatzalp vorbei ins Schanfigg zum Kurort
A r o s a, in 1900 in Höhe. Aus dem Schanfigg
mündet die Plessur zum Rhein hinaus. Hier lehnt
die Hauptstadt des Kantons, Chur, 14 500 Ein-
Bohner, an die Talwand. Sie galt zu allen Zeiten
r ' nft c als wichtiger Sammelpunkt der bündnerischen Alpcn-
übcrgänge. In sicherer Entfernung von der Neu
stadt an der Talsohle zieht der eingedämmte Rhein
inmitten kahler Kies und Sandflächen am Fuß
der Calanda entlang.
Oberhalb des ersten romanischen Dorfes Ems
liegt beim Schloß Reichenau die Talgabe! des Bor