Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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solchen  Behältniss,  wie  es  z.  B.  in  Deutschland  noch  jetzt
durch  eines  der  auf  den  Universitäten  am  meisten  empfohlenen
sogenannten  Lehrbücher,  nämlich  durch  das  lioschersche,  repräsentirt
  wird,  kann  man  selbstverständlich  keine  rationelle
Kritik  erwarten.  Bei  Behandlung  des  Listschen  Systems  wird
jedoch  erst  der  Ort  sein,  über  diese  Spielart  einer  falschen
oder  vielmehr  nur  angeblichen  Geschichtlichkeit  Einiges  zu
bemerken  und  die  Verkommenheit  dieser  Erscheinung  im  Contrast ­
  mit  der  unvergleichlich  hervorragenden  Grösse  der  eben  genannten ­
  nationalökonomischen  Vertretung  des  Deutschen  Namens ­
  zu  charakterisiren.
Nicht  einmal  für  die  Erforschung  der  Alterthümer  und
der  Geschichten  der  verschiedenen  Völker  ist  die  eben  bezcichnete
  unkritische  Art  irgend  zu  gebrauchen.  Will  der  allgemeine ­
  Historiker,  der  sich  die  Darstellung  einer  Volksgeschichto,
z.  B.  des  alten  Griechenland,  zur  Aufgabe  macht,  in  die  Zustände ­
  und  Entwicklungsstufen  der  in  Frage  kommenden
Wirthschaitsverhältnissc  tiefer  eindringen,  so  bedarf  er  vor
allen  Dingen  einer  festen  Theorie  über  diejenigen  Beziehungen
und  Gesetze,  welche  sich  zu  keiner  Zeit  verleugnen.  Mit  diesen
Gesetzen  kann  er  die  verschiedensten  Fälle  und  Gestaltungen
beherrschen,  sobald  er  überhaupt  gelernt  hat,  die  veränderten
Ergebnisse  zu  beurtheilen,  welche  ein  und  derselbe  wirthschaftliche
  Satz  bei  seiner  Anwendung  auf  verschiedene  thatsächliche
Voraussetzungen  liefert.  Zu  jenen  Gesetzen  gehören  selbstverständlich ­
  auch  die  Regeln  der  Entwicklung,  nach  welchen
sich  die  Aufeinanderfolge,  der  Grad  von  Beharrlichkeit  und  die
Veränderungen  der  ökonomischen  Zustände  bestimmen.  Aussei  -
dem  wird  es  für  die  Kennzeichnung  des  wirthschaftlichen  Bildungszustandes ­
  eines  solchen  Volks  in  einer  gegebenen  Zeit
von  grossem  W  er  the  sein,  die  Auslassungen  der  verschiedensten
Gattungen  seiner  Schriftsteller  zu  untersuchen.  Die  Thatsachen
selbst  werden  sich  auf  diese  W  eise  aus  den  ungleich  artigsten
Gebieten  der  Literatur  erläutern  und  näher  bestimmen  lassen.
Namentlich  wird  man  oft  icstzustellen  vermögen,  wieweit  das
ökonomische  Bewusstsein  reichte  und  welche  Verhältnisse  ini
wirthschaitlichen  Leben  gleichsam  unbewusste  Natui-thatsacheii
blieben.  Grade  aber  für  die  Zwecke  einer  solchen  Sonderung
und  namentlich  für  die  richtige  Bestimmung  der  Grenzen,  in
denen  sich  die  wirthschaftlichen  Vorstellungen  bewegten,  ist
            
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