Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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wenn  man  die  Aufmerksamkeit  derselben  statt  auf  die  verschwommenen ­
  Züge  des  Millschen  Abbildes,  gleich  von  vornherein ­
  auf  das  Urbild  gelenkt  hätte.  Der  geringe  Vortheil,  den
die  Rücksichtnahme  auf  einige  spätere  Verhältnisse  oder  Fragen, ­
  sowie  eine  gewisse  Compilationsvollständigkeit  der  Rubriken ­
  haben  mag,  kann  bei  dem  Millschen  Buch  um  so  weniger ­
  in  Betracht  kommen,  als  dasselbe  schon  bei  seinem
ersten  Erscheinen  auch  in  dieser  Hinsicht  nicht  allzu  neu  war
und  in  seinen  sieben  Auflagen  fast  stereotyp  geblieben  ist.
Das  Maass,  welches  wir  an  die  Millsche  Arbeit  gelegt
haben,  ist  insofern  zu  hoch  gegriffen,  als  das  fragliche  Buch
weit  besser  gleich  von  vornherein  aus  dem  Gesichtspunkt  einer
secundären  Reproduction  und  eines  im  Sinne  einer  bestimmten
Schule  hergestellten  Lehrmittels  gewürdigt  werden  kann.  Bei
dieser  Schätzungsart,  durch  welche  die  Millsche  Leistung  in  die
passende  Nachbarschaft  gebracht  und  nur  einer  Vergleichung
mit  verwandten  Erscheinungen  ausgesetzt  wird,  muss  sich  der
relative  Werth  weit  günstiger  gestalten.  Sieht  man  nämlich
auf  die  sonstigen  lehrbuchmässigen  Darstellungen  der  Malthus-Ricardosehen
  Oekonomie,  so  ist  allerdings  das  Millsche  Werk
ihnen  sämmtlich  durch  eine  verhältnissmässige  Selbständigkeit
der  Auseinandersetzungen  und  durch  eine  gewisse  philosophische
Färbung,  sowie  durch  den  Versuch  einer  rationellen  Haltung
vielfach  überlegen.  Die  Englischen,  Französischen  und  Deutschen ­
  Lehrbücher,  welche  aus  Reflexen  des  Neubrittischen
Systems  ihr  zweifelhaftes  Licht  erhielten  und  dem  Malthusianismus ­
  huldigen,  stehen  hinter  den  zwei  Bänden  Mills  entschieden ­
  zurück.  Man  konnte  es  für  den  Lernenden  noch  als
ein  verhältnissmässiges  Glück  ansehen,  wenn  er  im  Bereich
der  gewöhnlichen  Schulung  an  die  Millsche  Darstellung  gewiesen ­
  wurde  und  nicht  einer  niederen  Gattung  von  Compilationen ­
  anheimfiel.  Wenn  sich  nämlich  auch  die  letzteren,  etwa
wie  in  Deutschland  im  Falle  des  Roscherschen  unvollständigen ­
  Lehrbuchs,  historisch  nennen,  so  wird  dadurch  der  Abstand, ­
  in  welchem  sie  sich  von  der  weit  höheren  Art  der
Millschen  Compilation  befinden,  nicht  verkürzt.  Hätte  man
nur  die  Wahl  zwischen  derartigen  Erzeugnissen  einer  ganz  unrationellen ­
  sowie  schielenden  und  schief  angelegten  Gelehrsamkeit ­
  der  Beschränktheit  und  dem  Millschen  Versuch,  das  widerspänstige
  Material  einigermaassen  rational  zu  gestalten,  so
            
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