Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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sur  l’Angleterre”  (Paris  1866)  eine  Menge  von  Journalcorrespondenzen ­
  gesammelt,  in  denen  der  Verfasser  für  Französische
Zeitungen  seine  Beobachtungen  und  Reflexionen  formulirto.
Bringt  man  die  Zurückhaltung  in  Anschlag,  welche  der  ursprüngliche ­
  Zweck  des  Abdrucks  in  nichtsocialistischen  Organen
nothwendig  gemacht  hatte,  so  wird  man  nicht  in  Versuchung
gerathen,  an  die  Verleumdungen  zu  glauben,  welche  dem  Verfasser ­
  ein  Zurückkommen  von  der  wesentlichen  Tendenz  seiner
früheren  Anschauungen  untergeschoben  haben.  Auch  in  den
fraglichen  Artikeln  bekundet  sich  der  Socialismus  noch  unvorholen
  genug,  wenn  er  auch  darin  nicht  in  den  Vordergrund
gestellt  werden  konnte.  TJebrigens  ist  die  Frage  der  Beharrlichkeit ­
  in  den  alten  Ansichten  durch  die  Geschichte  der  achtundvierziger
  Revolution  unter  der  Jahreszahl  1870  unzweideutig
beantwortet.  Dieses  Werk  ist,  wenn  man  es  mit  den  „Pages
d  histoire  (von  1850),  einer  kürzeren  Bearbeitung  desselben
Stoffs,  vergleicht,  zwar  nicht  von  derselben  Leidenschaft,  wohl
aber  noch  von  denselben  lebhaften  Sympathien  bewegt,  aus
denen  sich  das  ganze  socialistische  Wirken  des  Autors  erklärt.
Die  Erregtheit  des  unmittelbaren  Ressentiment  ist  nach  zwei
Jahrzehnten  verschwunden;  aber  das  berechtigte  Gefühl  und
die  in  demselben  wurzelnden  Ideen  haben  noch  Lebendigkeit
genug  behalten,  um  jeden  Unbefangenen  zu  überzeugen,  dass
der  Socialismus  in  der  Person  Louis  Blancs  neben  allen  Illusionen ­
  solide  Bestandtheile  und  Antriebe  zum  Ausgangspunkt
gehabt  hat,  wie  sie  dem  Alter  und  der  Zeit  nicht  zum  Opfer
fallen.
4.  Die  berühmte  und  vielverleumdete  Idee  der  Organisation ­
  der  Arbeit  ist  zwar  in  ihrer  besondern  Gestaltung  leicht
anfechtbar  und  in  mehreren  Richtungen  eine  reine  Utopie,
welche,  anstatt  auf  die  Kraft  der  socialen  Selbsterhaltung,  von
vornherein  auf  die  edleren  Beweggründe  der  Sympathie,  des
Gemeinsinnes  und  der  Ambition  im  Wirken  für  Andere  zählt;
allein  sie  ist  auch  zugleich  eine  Vorstellung,  die  in  ihrer
Allgemeinheit  nur  mit  den  socialen  Bestrebungen  selbst  verschwinden ­
  kann.  Man  wird  die  Gesetze  oder  natürlichen  Nothwendigkeiten,
  denen  der  gesellschaftliche  Verkehr  unterworfen
ist,  in  anderer  und  strengerer  VFeise  berücksichtigen;  aber  man
wird  grade  auf  Grund  dieser  Gesetze  eine  bewusste  Organisation ­
  der  Arbeit  um  so  nachdrücklicher  und  sicherer  anstreben,
            
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