Full text: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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Figuren in gelegentlichen Citaten sichtbar zu machen? Kann 
einen Mann, der sich ernsthaft auf den Arbeiterstandpunkt 
stellt, die Eitelkeit kitzeln, die Producte des Faulungsprocesses 
einer theoretisch und gesellschaftlich verwesenden Gelehrsam 
keit im Einzelnen aufzurühren? Kann er es als einen Triumph 
ansehen, wenn er durch Specialeinlassung mit dem fraglichen 
Schlage in einem Schock von Einzelfällen seine geistige Ueber- 
Icgenheit in Kenntniss und Gedankenhandhabung ausser Zweifel 
stellt? Ich wenigstens könnte hierin nichts Verlockendes finden. 
Das summarische Verfahren, welches mit der Gattung und 
dem Typus abrechnet und sich gar nicht dazu herbeilässt, das, 
was ein Hume den „Gelehrtenpöbel" nannte, in mikrologischen 
Einzelheiten mit einer Biosstellung zu beehren, — dieses Ver 
fahren im höheren und edleren Stile ist allein mit den Inte 
ressen der vollen IVahrheit und mit den Pflichten gegen das 
zunftfreie Publicum verträglich. Wenn nun Herr Marx das 
Herumbalgen und Anzwacken in der halb akademischen, halb 
wildwüchsigen Manier der gelehrten Anmerkungsnärgeleien als 
seine Art der Polemik auserkoren hat, so kann ich hierin nur 
j ene philosophische und wissenschaftliche Rückständigkeit finden, 
deren falsches autoritäres Princip auch das hartnäckige Stecken 
bleiben in der Verhegelung verschuldet hat. Herr Marx steht 
zwar über der fraglichen universitären Gattung, und aus seinem 
Buch können auch die Studirenden bedeutend Mehr an eigent 
licher Nationalökonomie lernen, als von ihren heutigen kathedei- 
socialistelnden Professoren; aber er steht trotz dieser Ueber- 
legenheit den letzteren noch zu nahe, als dass sie nicht in 
einiger Entfernung trotz aller gelegentlich von ihm empfan 
genen Fusstritte mit ihm zu coquettiren vermöchten. Dieser 
Umstand ist ein bedenkliches Anzeichen, und so werthvoll 
die Entschiedenheit der Marxschen Agitation in ideeller und 
thatsächlicher Richtung auch sein möge, so würde im weiteren 
Lauf der Entwicklungen sein theoretischer Standpunkt zu der 
Wirklichkeit einer umfassenden Socialrevolution nur eine ähn 
liche reactive, um nicht zu sagen reactionäre Rolle ergeben, 
wie sie in der wesentlich nur politischen Revolution 1793 von 
den Girondisten gegen Rousseaus Schüler Marat und dessen 
Gesinnungsgenossen gespielt worden ist. Wie unmöglich es 
sei, dass ohne vollständigen Bruch mit den Ueppigkeitstraditionen 
der luxuriös verkommenen Gesellschaftselemente die volle Klar-
	        
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