Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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auch  das  Wollen  der  denkenden  und  im  wahren  Sinne  des
Worts  menschenfreundlichen  Naturen  sehr  entschieden  afficiren
müssen.  Die  Lage  ist  seitdem  viel  klarer  geworden.  Man
täuscht  sich  nicht  mehr  über  die  gewaltigen  Schwierigkeiten,
die  sich  einer  bessern  Art  der  Entwicklung  entgegenstellen.  Die
kurzsichtige  Verranntheit  und  der  frivole  TJebermuth  sind  auf
der  einen  Seite  so  gross,  dass  die  Chancen  einer  von  der  andern ­
  Seite  her  zu  bewerkstelligenden  Verständigung  äusserst
gering  erscheinen  müssen.  Welche  Gestalt  aber  auch  immerhin ­
  die  Schicksale  der  modernen  Gewaltgesellschaften  annehmen ­
  mögen,  so  bleiben  die  leitenden  Ideen  der  Um-  und  Neubildung ­
  doch  an  sich  selbst  unbetroffen.  Die  Formen  der  Ausführung ­
  und  die  Zwischenschicksale,  die  sich  bis  zu  einem
Hauptstadium  einschieben  mögen,  sind  Fragen  zweiter  Ordnung.
Wenn  sich  zwei  Personen  mit  einander  in  irgend  einer  Beziehung ­
  zu  arr  an  giren  haben,  so  hängt  die  besondere  Gestalt,  in  welcher ­
  die  Auseinandersetzung  stattfinden  mag,  von  dem  Wissen
und  Wollen  der  Betheiligten  ab.  Der  Mangel  an  Einsicht  und
gutem  Willen  oder  auch  blos  an  dem  letzteren  braucht  nur  bei
der  einen  Partei  vorhanden  zu  sein,  um  jede  gemeinschaftliche
Lösung  auszuschliossen  und  den  Weg  des  Hasses  allein  noch
ofifenzulassen.  Diese  traurige  Nothwendigkeit,  vermöge  deren
der  Mensch  für  den  Menschen  immer  mehr  ein  Unheil  und
eine  drohende  Gefahr  wird,  kann  zwar  auch  dann,  wenn  sie
auf  keiner  Seite  zu  einem  dauernden  Siege  führt,  schon  an
sich  selbst  durch  das  Uebermaass  der  Uebel  eine  Besinnung
der  Gemüther  auf  das  Bessere  mit  sich  bringen,  bleibt  aber
zunächst  immer  und  unter  allen  Umständen  eine  schlimme  Instanz, ­
  welche  auch  die  Muthigsten  und  Abgehärtetsten  sich  und
Andern  gern  ersparen  würden.
Schon  wir  jedoch  von  den  Unterschieden  der  einen  oder
andern  Art  und  Weise  ab,  in  welcher  sich  die  socialitären
Noth  Wendigkeiten  vollziehen  müssen,  und  richten  wir  unser
Augenmerk  ausschliesslich  auf  die  Gestalt  der  für  den  neusten
Standpunkt  gewonnenen  oder  in  bestimmterer  Gestalt  noch
gewinnbaren  Ideen.  Vor  Allem  ist  es  nicht  der  am  falschen
Orte,  nämlich  bezüglich  der  Kräfte  und  Eigenschaften  des  Arbeitorstandes
  bothätigte  Pessimismus,  sondern  dessen  Gegentheil,
  womit  wir  zu  rechnen  haben.  In  ihren  normalen  Einrichtungen ­
  vereinigt  die  Natur  zwei  Bestandtheile,  um  den
            
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