Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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Untertliäiiigkeit  niederhaltenden  Systeme  rechnet.  Er  muss
sich  aber  durch  eine  positive  und  auf  das  Gute  ausschauende
Macht  ergänzen,  vermöge  deren  die  frühere  geistige  Sklaverei
durch  ein  freies,  in  keiner  Beziehung  autoritäres,  aber  mit
directer  Erkenntniss  erfülltes  Welt-  und  Lobensbewusstscin
höherer  Art  zu  ersetzen  ist.  Ein  solches  Bewusstsein  schliesst
alle  Arten  der  Zauberei  und  Magie  sowie  hiemit  auch  zugleich
jeden  Quitus  und  jede  Rechnung  mit  phantastischen,  ausserhalb
der  materiellen  und  ideellen  Ursächlichkeit  liegenden  Gebilden
aus.  Es  liefert  mithin  den  höchsten  geistigen  Ausgangspunkt
für  die  universelle  und  völlig  rationelle  Socialisirung  der  menschlichen ­
  Verhältnisse.
Demnächst  kommt  für  den  allgemeineren  Socialismus  die  militairische
  Gestaltung  in  Frage,  indem  hier  über  die  erste  und
gröbste  Abhängigkeit  des  Menschen  vom  Menschen  entschieden
wird.  Die  Thoilung  der  Gesellschaft  und  der  Staatsangehörigen
in  solche,  welche  ausschliessliche  Verfügungskraft  über  dio
Waffen  haben,  und  in  solche,  welche  wehrlos  erhalten  werden,
ist  mit  dem  Ideal  socialitärer  Freiheit  und  Gerechtigkeitsverbürgung ­
  unverträglich.  Schon  Adam  Smith  verglich  den  Waffenlosen ­
  mit  einem  Verstümmelten.  Die  Vergesellschaftung  zur
Ausübung  jener  gröberen,  aber  als  letztes  Mittel  nicht  auszumerzenden ­
  Actionsart  muss  an  die  Stelle  der  einseitigen  Auferlegung ­
  treten.  Zunächst  würde  beispielsweise  der  Grundsatz
der  Wahl  militairischer  Functionäre  aller  Stufen  von  unten
her,  verbunden  mit  der  thatsächlichen  allgemeinen  Zugänglichkeit ­
  der  technischen  Vorbildung,  ein  kleiner  Anfang  der  Reorganisation ­
  sein.  Auf  eine  Herabminderung  der  militairisch  verfügbaren ­
  Kräfte  würde  Angesichts  der  barbarisch  drohenden
Staatsgebilde  des  unentwickelteren  Auslandes  für  das  erste
socialistische  Gemeinwesen  so  wenig  zu  rechnen  sein,  dass  im
Gegentheil,  ähnlich  wie  bei  der  ersten  Französischen  Revolution,
ein  viel  grösseres  Aufgebot  und  die  höchste  Anspannung  der
Wirkungsfähigkeit  die  Folge  sein  müsste.  Die  socialitäre
Gesellschaft  würde,  wo  sie  auch  zuerst  entstünde,  eine  Coalition
von  anderartigen  Gemeinwesen  gegen  sich  in  Waffen  sehen
und  sich  mithin  das  Recht  auf  Existenz  in  der  umgebenden
Welt  erst  kämpfend  sicherzustellen  haben.  Das  System  des
Socialismus  muss  seine  auswärtige  Politik  haben,  so  gut  wie
die  bisher  von  der  Geschichte  entwickelten  Gebilde  die  ihrige
            
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