Full text : John Prince-Smith über den politischen Fortschritt Preußens

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und  Betriebsamkeit  gemehrt  und  erhalten,  überhebt  sie  alles
kriecherischen  Anschließens  an  den  Machthaber,  von  dem  sie
weder  Etwas  zu  erhoffen  noch  zu  fürchten  haben.  Gutsbesitzer, ­
  ohne  Kornbitt,  sind  vorzüglich  geeignet,  allenthalben
die  unabhängigsten  und  freimüthigsten  Vertreter  des  Fortschritts ­
  abzugeben.  Aber  vorzüglich  in  Preußen  muß  man
erwarten,  sie  als  solche  auftreten  zu  sehen;  denn  sie  haben
die  schonungslosesten  Reformen  bereits  selber  hier  ausgestanden ­
  ;  wie  tief  auch  daS  Messer  in  ihr  Fleisch  schnitt,
haben  sie  die  Wunde  verschmerzt  und  finden  die  wohlthätigen ­
  Folgen  der  Operation  in  einem  gesünderen,  festeren
Leben;  für  sich  haben  sie  nichts  mehr  dergleichen  zu  befürchten, ­
  und  sind  auch,  aus  der  eigenen  Erfahrung,  weniger
ängstlich  bei  einem  sogar  gewaltsam  scheinenden  Eingriffe;
sie  wollen  auch  andere  kranke  Glieder  des  Staats,  an  welche
die  Reihe  kommt,  nicht  aus  unverständiger  Zaghaftigkeit
geschont  wissen;  sie  stub  durch  Stellung,  Interesse  und
erlebtes  Schicksal  vor  Allen  berufen,  sich  als  entschlossene
Reformer  zu  zeigen,  und  sie  zeigen  sich  als  solche.  —  Die
ängstliche  Sonderung  der  Stände,  um  dadurch  ein  konservatives, ­
  d.  h.  ein  den  Fortschritt  hemmendes,  Element  zu
gewinnen,  ist  gleichfalls  ein  verfehlter  Entwurf.  Denn  es
giebt  in  Preußen  keine  gesonderten,  einander  entgegengesetzten ­
  Interessen,  um  die  Stände  in  einen  Konflikt  zu
bringen,  welcher,  ihre  gegenseitigen  Bestrebungen  entkräftigend,
  das  Vorwärtsschreiten  hemmen  könnte.  Die  Stände
sind  nur  dem  Namen  nach  verschieden.  Ob  einer  ein  großes
oder  kleines  Landgut  besitze,  sein  Gewerbe  auf  dem  Lande
            
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