Full text : John Prince-Smith über den politischen Fortschritt Preußens

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oder  in  der  Stadt  betreibe,  ob  er  Rittergutsbesitzer,  Bauer
oder  Städter  heiße,  macht  nichts  für  sein  Interesse  an  der
Geltendmachung  des  allgemeinen  Rechtes,  an  der  Beförderung ­
  des  politischen  Fortschritts  aus,  wo  mißbräuchliche
Vorrechte  verschwunden  sind;  denn  nur  im  Unrechte  giebt
es  Spaltungen  und  Krümmungen  der  Wege,  —  das  Recht
hat  eine  einzige  gerade  Heerstraße.  Die  Vorgänge  auf
unseren  Landtagen  dürften  hinlänglich  dargethan  haben,  daß
durch  die  nominelle  Verschiedenheit  der  Stände  keine  wirkliche ­
  Verschiedenheit  der  Richtungen  bedingt  wird.  —  Aus
der  Absonderung  der  Provinzen  können  sich  ebensowenig
abweichende  Interessen  und  gegenseitig  sich  hemmende  Bestrebungen ­
  erzeugen.  So  lange  alle  Provinzen  gleiche
Rechte  genießen  und  gleiche  Pflichten  haben  und  keine  auf
Kosten  der  anderen  genießt,  kann  sich  keine  Spaltung  der
politischen  Richtung  unter  ihnen  Herausstellen,  wenn  auch
vielleicht  die  Regsamkeit  der  Theilnahme  an  den  gemeinsamen ­
  Staatsinteressen  sich  in  verschiedenen  Graden  zu
derselben  Zeit  unter  ihnen  äußert.  Anhänglichkeit  an  eine
historisch  ausgezeichnete  Fürstenreihe,  dankbar  anerkennende
Schätzung  einer  humanen  und  intelligenten  Gesetzgebung,
wie  auch  das  ahnungsvolle  Gefühl  einer  hohen  Bestimmung
des  preußischen  Staats  in  der  kommenden  Geschichte  Deutschlands, ­
  dies  alles  überwiegt  die  täglich  vor  der  allgemeinen
Kultur  schwindende  Verschiedenheit  der  Abstammung  und
Sitte,  und  verbindet  alle  heterogenen  Glieder  in  einem
einigen  Bestreben  zur  Befestigung  und  Entwickelung  eines
starken  und  großen  Vaterlandes.  Wo  das  Rechtsprinzip,
            
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