Metadata: Bilanztechnik und Bilanzkritik

Industriebilanzen- 
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Ul. Erträgnis: Reingewinn 17 470, umgerechnet auf das eigene Kapital 
bei Beginn des Jahres = 6% % Verzinsung, demnach recht gering. 
Bei einem Umsatz von 449 000 ist ein unverhältnismäßig 
hoher Bankkredit von 371 000 vorhanden, der infolge falscher 
j Selbstkostenberechnung und dementsprechender Kalkulation zu 
niedriger Verkaufspreise im folgenden Jahr etwa verdoppelt 
werden mußte. Bei einem Debitoren-Zinssatz von mindestens 
7l /2 % und einer Zinsenausgabe von 15 230 M. errechnet sich 
ein Durchschnittsbanksaldo (roh) von 200 000 M. gegen einen 
Schlußbestand von 371 000. Die Bankschulden sind demnach 
gegen Ende des Jahres stark angewachsen. 
b) Kreditwirtschaftliche Kritik: 
Vom Gesamtvermögen von 1 072 260 scheiden als durch Kre 
ditkapital gebunden, soweit dies in der Bilanzvorlage ersichtlich ist, aus: 
Grundstücke und Gebäude 567 825 {belastet mit 56 %) 
Freier Vermögensrest 504 435. Als Kreditunterlagen 
Inventar, Werkzeuge, Beteiligungen ... 42 200 nicht verwertbar sind 
Flüssige Mittel 9 175 
Für neue Kredite verfügbar 453 060, sofern durch Bank 
kredite (Zession von Buchforderungen und Sicherungsübereignung 
des Lagers) Beträge nicht bereits gebunden sind. 
c) Zahlungsbereitschaft: Die dringlichen Schulden werden 
durch flüssige Mittel nicht gedeckt, der Reingewinn ist wiederum 
hicht liquide; den Betriebsschulden (Bank, Kreditoren, Akzepte) 
Von zusammen 427 800 stehen als flüssiges Betriebsvermögen 
(Forderungen und flüssige Mittel) nur 106 000 M. gegenüber; 
die Lageibestände sind unveräußerlich (Waren für Heeres 
tedarf). Im Hinblick auf die wenig günstige Lage hätte diese 
G. m. b. H. sich besser mit Nachschußpflicht oder mit einem 
größeren Stammkapital, etwa y 2 Milk, gründen müssen. 
3. Beispiel: Vgl. die Verarbeitung von Bilanzen in der 
Tabelle S. 236/237. 
i. Beispiel: Die nunmehr folgende kritische Bilanzrechnung 
einer Konzernunternehmung leidet an der Mangelhaftigkeit des 
verfügbaren Materials; insbesondere entbehrt der Fabrikations 
gewinn der Zuverlässigkeit, weil, abgesehen von der Reserve- 
Politik, die Gewinnverteilung unter den Konzernfirmen unbe 
kannt ist. (Anlage nach S. 243).
	        
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