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SCHWEIZ — Fmaixzen.
Ill diesen Rechnungen sind viele bloss formelle Uebertrüge aus
frühem Etats einbegriffen ; ebenso durchlaufende Posten; endlich solche
Lasten, welche in andern Staaten, als Leistungen der Gemeinden und
Kirchen, ausser dem Staatsbudget bleiben. Unter Berücksichtigung dieser
Momente erhalten wir für die Finanzverwaltungen in der ganzen
Schweiz, Bundes- und Kantonallasten zusammengerechnet, folgende
Totalresultate :
Netto der Rechnungen des Bundes 2'/j Mill. Fres.
der Kantone 19% -
Zusammen ungefähr 22 - -
Hievon treffen auf die Hauptpositionen :
directen Steuern
indirecten Abgaben
der Einnahmen: der Ausgaben:
aus Domänen ungefähr 4'% Mill. Besoldungen 2’000,000
6 - Unterricht 4’500,000
- Militär 3’500,000
Pensionen 60,000
Schulden 450,000
^ Die directen Steuern bestehen fast allenthalben nur in einer
Vermögens- und Einkommen- (als einziger directen) Steuer. Bios ini
Waadt und in einem kleinen Theile von Bern kennt man eine Grundsteuer.
— Unter den indirecten Abgaben erscheinen die eidgenössischen
Zolle, dann Auflage auf Salz (sehr massig, doch verschieden
in den einzelnen Kantonen,*) Stempelpapier, Erbschaftsabgaben etc.—
Sehr häufig schliessen die Budgets mit einem Deficit ab. Allein es
besteht dieses nur scheinbar, indem man, um alle Fälle vorzusehen, gewöhnlich
die Einnahmen äusserst niedrig, die Ausgaben nach dem
höchsten denkbaren Anfalle veranschlagt, so dass sich sehr oft bei
den Rechnungsabschlüssen Ueberschüsse ergeben, während die Budgets
Deficite in Aussicht gestellt hatten. Auch bezeichnet man zuweilen
die ganze Summe als Deficit, welche durch directe Steuer
aufgebracht werden muss, indem man solche in einigen Kantonen
überhaupt noch gar nicht kennt.
Die Kantonalschulden rühren meistens von unmittelbaren Erwerbungen
her. Sie betrugen bis zur neuesten Zeit in allen Kantonen
zusammen wohl höchstens 8 Mill. Frkn., wovon etwa 5 Mill, auf das
hierin eine Ausnahme bildende, hart bedrängte und bedrückte Tessin
treffen. Sodann haben in letzter Zeit verschiedene Kantone ansehnliche
Anlehen für Eisenbahnbauten abgeschlossen. In den meisten Kantonen
übersteigt jedenfalls das Activvermögen weitaus den Schuldbetrag.
Zum Schlüsse noch ein Paar von dem Verfasser dieses vor einipn
Jahren berechnete Vergleichungen. Das Budget des Kantons
Zürich ergab, mit Dazurcchnung des entsprechenden Antheils an dem
Bundesbudget, — gegenüber der Finanzverwaltung einiger deutscher
Staaten von beiläufig gleicher Bevölkerung, folgende Hauptresultate
(alle Summen auf preuss. Thlr. reducir!) :
) gewöhnliche Preis des Salzes ist 8 Cent, für das Pfund; dieses
nothwendige Lebensbedürfniss ist also hier wohlfeiler, als dasselbe den Angehörigen
derjenigen Länder verkauft wird, aus welchen die Schweiz einen Theil
ihres Salzes bezieht.