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NORWEGEN — Land und Leute.
tig. 3) Bürger: 83 Städte senden Reichstagsmänner. — 4) Bauern:
sie müssen % der Staatslasten tragen, das Provinciallieer (Indelta)
unterhalten, und die Strassen bauen; die Gutszertrümmerung ist er-
schwert, und es bestehen viele Feudallaston. (Ein schwedisches Blatt
ausseide kürzlich: Unsere Standesunterschiedo machen den Bauer
wenigstens den nichtreichen, zu einem Paria. Ein ärgeres Schimpf'
wort als ,Bauer« kennt der Schwede nicht. Der schwedische Bauer
wird von jedermann mit einem verächtlichen Du angeredot und er
selbst hält jedennann fÿ berechtigt dazu. Der stolze schwedische
Adel, so stolz wie in keinem Lande, hält den Bauer nicht höher, als
man nn Mittelalter die Leibeigenen hielt. Neun Zehntel der Volks
zahl Schwedens bestehen aus Bauern, und diesen ist nicht ein Viertel
der psetzgebenden Macht zugefallen. Die Stimmenzahl der andern
Stande auf dem Reichstag ist dreimal'grösser, und sonach sind die
Bauern niemals im Stande, irgend etwas selbständig durchzusetzen,
und werden bei allen Gelegenheiten überstimmt. Daher denn auch
die gesteigerte Anzahl der Auswanderungen.) 1850 rechnete man:
6,402 männl.,
6,862 „
82,818 „
34,495 „
0180,615 „
Handelsverkehr. Nach dem Berichte des Commerzcollegiums be-
írlãlfíi jener der Ausfuhr
' Rthh. schwed. Banco. Die seitherige Vermehrung ergibt
sich besonders aus dem Steigen der Zollerträgnisse. (Zwischen Schwe
den und Norwegen besteht freier Verkehr.)
Handelsflotte. 1852 bestand dieselbe aus 1407 Schiffen von
86,7o7 Lasten, ungerechnet die Fahrzeuge unter 10 Lasten. Die Zahl
der Dampfer war 61, mit 3180 Pferdekraft.
. , Besliziiiig: Die westindische Insel Barthélémy,
nicht 3 Q.-M mit 18,000 Menschen.
Adel u. Ritterschaft
Priesterstand .
s. g. Standespersonen
Bürgerstand .
Bauernstand
6,556 weibl. Angehörige
s:;:: : :
40,882 ,
0172,888
Norwegen (Königreich).
Decemb. 1865:
1490,000. (1783 schätzte man 725,000, 1815 waren es 886,431
1825 1051,318, 1835 1194,812, 1846 1’328,471. Die Zunahme'
ist also sehr stark.)