Object : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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BELGIEN.  —  I.and  und  Leute.

lirandversicherungen.  In  17  Kantonen,  von  denen  Nachweise  vorliecen,
waren  Ende  1859  assecurirt  1,618’375,98S  Fres.
Sparcassen.  Ende  1802  230  Cassen  mit  353,855  Einlegern  und  131’542,639
Fres.  Einlagen.  Davon:  Zürich  38  Cassen,  74,076  Einl.,  12’750,687  Fres  ;  Bern
42  Cass.,  00,523  Einl.,  29’393,2S2  Fres.
Banken.  Ende  1803  bestanden  00  Banken  mit  82  Mill.  Actiencanital.  Nur
18  dieser  Banken  geben  Banknoten  aus.  Im  J.  1802  befanden  sich  für  14  Mill,
solcher  Papiere  in  Umlauf,  also  nicht  über  17  Proc.  des  gesammten  Actiencapitals
  der  Banken.  Im  Uebrigen  muss  allerdings  bemerkt  werden,  dass  die  Mehrzahl ­
  der  gedachten  Institute  keine  vollständigen  Banken  nach  gewöhnl.  Begriffen ­
  sind.  Indess  besitzen  doch  selbst  so  kleine  Orte  oder  kleine  Kantone  wie
Glarus,  Freiburg,  Neuenburg,  Thurgau  und  Baselland,  wirkliche  Banken,’und
sie  erweisen  sich  als  durchaus  solid.
Tngespressc.  1829  erschienen  nur  38  politische  und  nichtpolitische  Blätter
keines  öfter  als  zweimal  wöchentlich.  —  1804  erschienen  345,  worunter  185  politische, ­
  22  wissenschaftliche  und  literarische,  20  religiöse  (15  protestantische
und  5  katholische),  1  rationalistisches  (in  Genf  ,  10  gemeinnützige  (Land-  und
Forstwirthschaft  u.  s.  w.)  Davon  in  deutscher  Sprache  231,  in  französischer  103,
in  italienischer  8  und  in  romanischer  3.  39  Leitungen  erschienen  sechs  oder
sieben  Mal  in  der  “Woche.
MUnze,  Maasse:  Das  franz.  System  ist  entweder  ganz  eingeführt,  oder  bildet ­
  wenigstens  die  Grundlage.  Neben  der  Silber-  ward  1800  die  franz.  Goldwährung ­
  angenommen.  Der  Franc  wird  in  100  Rappen  getheilt  (der  abgeschabte
alte  Schweiz.  Frank  hatte  etwa  11  't  Sgr.  Werth;  die  Mark  zu  35,5984  schw.
Fres.  ;  die  neuesten  Frankenstücke  sind,  bei  nur  4  Gramm.  Silber,  blos  88%  Cts.
werth.  —  Der  Fuss  =  3  Decimet.  Der  Stab  4,  die  Ruthe  10  Fuss  =  3  Met.  —
Die  Schweiz.  Stunde  zu  10,000  Fuss  =  4800  Met.  —  Der  Juchart  zu  400  Q  -
Ruth.  (40,000  R.-Fuss)  =  30  Aren  oder  l,40k(i3  preuss.  Morgen.  —  Die  Maass
{lepot)  =  l'/j  Liter.  Der  Saum  =  1,5  Hectol.  oder  2,1834  preuss.  Eimer.  —
Das  Pfund  =  %  Kilogr.,  gleich  dem  deutschen  Zollpfunde.

Belgien  (Königreich.)

Provinzen  ft.-M.
Antwerpen  51,0
{Anvers]
Brabant  59,8

Bevölk.
Jan.  1862**  ***) )
405,003

825,124

Städte  *  *  *  ;
Antwerpen  114,009,  Mecheln  (Malinos) ­
  33,855,1.ierro  14,814^  Turnfort ­
  12,891,  Gheel  11,400.
Brüssel  Bruxelles  177,954  mit  8
Vorstädten  281,370  ,  Löwen  Louvain ­
  32,020,  Tirlemont  12,178,
Ixelles  22,129,  Molenbeek-St.-Jean
  21,313,  St.-Josse-ten-Noode
19,879,  Schaerbeek  14,353.

*)  Hauptquellen  über  Be>  ölkerungsverhältniste  die  trefflichen  Documents
statistiques,  publics  pai  le  depart,  de  VIntérieur  avec  le  eonennrs  de  la  commission
centrale  de  titatistique.  Der  neueste  uns  vorliegende  Band  ist  der  7.,  herausgepben
  1803,  die  Bevölkerungsbewegung  von  1801  angebend.  —  Eine  schätzbare ­
  Sammlung  von  Daten  findet  sich  in  dem  IJj-posé  de  la  situation  du  royaume
pour  la  période  décennale  de  1851—00.
l'iigentlich  blos  Schätzung,  indem  man  den  Ueberschuss  der  Geburten ­
  den  letzten  Zählungsresultaten  beirechnete.  Diese  am  15.  Oct.  1850  vor
nommene  wirkl.  Zählung  hatte  eine  Bevölkerung  von  4’529,401  nachgewiesen.
Auf  Grund  der  bezeichneten  Verfahrungsweise  berechnete  man  die  Bevölk.  für
I  Jan.  1804  auf  4*894,071  Menschen.
***)  Die  Provincialhauptstädte  sind  zuerst  genannt.
            
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