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unb Luxemburg, welche noch immer, wenngleich vergeblich,
seitens der Kelto-Nomanen dem Deutschthum streitig gemacht
werden. Auch Belgien, wo die germanischen Flamländer
den keltisch-romanischen Wallonen gegenüberstehen, und die Rje
de rl an de sind hierherzurechnen. Holland ist freilich ein rein
germanisches Land; es darf jedoch nicht unberücksichtigt bleiben,
da hier mächtige deutsch-feindliche mit deutsch-freundlichen Strö-
mungen um die Oberherrschaft ringen. Außer diesen zum Theil
innerhalb des deutschen Urgebietes gelegenen Staaten interessiren
unS "»s bereits mehrfach angedeuteten Gründen namentlich
die beiden Ost st a a ten Rußland und Rumänien. Von
den westeuropäischen Staaten scheint allein England einer
näheren Betrachtung werth, da unter allen westlich, südlich und
nördlich unseres Sprachgebietes gelegenen Ländern keines eine so
große Anzahl Deutscher beherbergt wie das britische Jnselreich.
Außer den genannten Staaten wäre höchstens noch Dänemark
m Betracht zu ziehen, wo bis vor nicht langer Zeit die deutsche
Sprache die Sprache des Hofes und der Regierung war. Wir
werden uns jedoch nicht mit den Dänen, unseren Erzfeinden,
welche nur ihre lächerliche Kleinheit und Schwäche von Aus
schreitungen gegen den mächtigen deutschen Nachbarn zurückhält,
weiter beschäftigen und können dieselben um so eher vernach.
lässigen, als die in Dänemark lebenden 36000 Personen, welche
tm Deutschen Reiche geboren sind, wohl zum größten Theile
solche Rordschleswiger sein werden, deren Muttersprache die
dänische Sprache ist. Die von uns im Folgenden zu berück-
sichtigenden Gebiete Europas wären demnach: die habsburgische
Monarchie, Rußland, Rumänien, die Schweiz, Luxemburg, Bel-
gien, Holland und England.
Die Gesammtzahl sämmtlicher Deutschen in Europa kann
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