Das Wort des Herrn Oberbürgermeissters von Ulm, der
aus erfolgreicher Praxis die Möglichkeit von Kriegerheim-
stätten bezeugt, wie Sie sie erstreben, d. h. preiswerten
Heimstätten, die dauernd vor jedem Mißbrauch geschütt
bleiben und doch die persönliche Freiheit ihrer Bewohner
nicht beeinträchtigen."*)
Im März 1918 haben die im Kurländischem Ritter-
und Landtag vertretenen Großgrundbesitzer sich bereit
erklärt, den dritten Teil ihres Bodens zum
Friedenpreise für Heimstätten abzutreten, um die Besied-
lung mit Deutschen zu fördern. Jm Anschluß daran hat
Feldmarschall v. Hindenburg am 17. Juni 1918 eine Ver-
fügung über die Bodenfrage in den Gebieten der östlichen
Militärverwaltung erlassen, in der es hieß:
„Das brachliegende Land ist zu erschließen, Heimstätten
sind zu schaffen, den vorhandenen landwirtschaftlichen Betrie-
ben ist durch Entwicklung des Kredits er h öh t e Lei s u n g-
fähigkeit zu geben. Gemeinnüt ige Organisa-
tio n en, denen die erfahrensten Kräfte aus dem Deutschen
Reiche zur Verfügung stehen, sind hierfür geschaffen worden
und gehen jetzt ans Werk.
Wenn also die von Rußland Jahrhundertelang vernach-
lässigten Randstaaten in den schützenden Kreis des d eu t-
s<hen Wirtschaftleben s treten, der deut s c< e
Inn enmar kt sich ihnen erschließt, deutsche Organisation
Straßen, Eisenbahnen und Kanäle schafft und der d eu t s ch e
Kredit ihnen den übergang zu erhöhter Wirtschaftkraft
ermöglicht, o IL das deutsche Vorr, soll die
Allgemeinheit den Nut een davon h aben.'"**)
Solche goldenen Worte haben das Herz der Bodenre-
former höher schlagen lassen. Sie können als größte Kund-
gebung auf dem Gebiet der Kolonisation gewertet wer-
den und sollen unvergessen bleiben. Mögen dem deut-
schem Volke in künftigen Zeiten immer Männer von
solcher Einsicht und solcher Tatkraft wie unsere beiden
großen Führer im Weltkriege erstehen! –
w .)) geitschritt stzheurctori; 1918 S. 1.
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