fullscreen: Tote und lebendige Wissenschaft

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eine planmäßig gebaute Volkswirtschaft auszudehnen, macht 
nun die allgemeine kommunistische Lehre, wie jede sonstige 
besondere, hierher gehörige Art von „Planwirtschaft" (sei sie 
nun nach Lenin, nach Ballod, Popper-Lynkeus oder anderen 
tollkühnen Planern gedacht). Die kommunistische Lehre will 
aber eine Ganzheit nicht nur schlechthin zusannnen-setzen, 
sondern das noch dazu aus gleichen Stücken, aus gleichen 
Atomen! Wenn der Kommunismus auch weder in der Ver 
teilung, noch in der Hervorbringung mathematisch genaue Gleich 
heit anstrebt und gewisse Unterschiede (wie Prämienlöhne usw.) 
leicht walten lassen kann, in den Grundzügen muß doch 
Gleichheit herrschen, sonst hat die ganze Planwirtschaft keinen 
Sinn. Denn wenn Abstufungen und damit Abhängigkeiten 
großen Stils wieder eingeführt würden, könnte man ebenso 
gut bei einer beliebigen anderen alten Wirtschaftsweise bleiben. 
Ist in der Verteilung grundsätzlich Gleichheit nötig, so auch 
in der Hervorbringung der Güter, d. h. in den Beiträgen 
zur gesamten Hervorbringung. Gleicher Lohn heißt ja: die 
Annahme, daß jeder ungefähr das Gleiche zur Gesamterzeugung 
beigetragen habe. Daher muß notwendig alles ausgeglichen, 
„planiert" werden, wie es denn auch in dem sog. Konzentra- 
tions„gesetz" von Karl Marx am reinsten zum Ausdruck kommt. 
Nach diesem werden überall die Tausende ganz verschiedener 
Kleinbetriebe zu wenigen Riesenbetrieben mit innerlich gleichem 
Gefüge zusammengezogen; eine einzige ungeheure Arbeiter 
armee, in der wieder jeder Einzelne gleichsam als wirtschaft 
licher Soldat ungefähr das Gleiche zählt, soll im Großgewerbe 
und in der Landwirtschaft gebildet werden, um die Gesamt 
erzeugung auf einartige, technisch und wirtschaftlich gleiche 
Weise zu erledigen. 
Mit dieser riesenhaften „Konzentration" wäre folgender 
Zustand erreicht: Es wird ein einziger Zentralpunkt der Volks 
wirtschaft geschaffen, die Oberleitung; die Gesamtheit aller
	        
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