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Unter diesen Voraussetzungen und Vorbehalten ergiebt sich als
verkäufliches Durchschnitts - Quantum an Brotgetreide für den
einzelnen Betrieb der jeweiligen Grössenklasse:
Betriebsgrösse
in ha
Anzahl der Betriebe
nach der Zählung
von 1895
Verkäuflicher Ueber-
schuss in dz
bis zu 1
2 529 000
—
1—2
707 000
—
2-3
448 000
—
3-4
324000
—
4—5
244 000
2V*
5—10
606 000
8
10—20
393 000
24
30—50
240 000
58
50—100
42 000
137
100—200
11 OCO
297
200-500
9 600
702
500—1000
3 600
1468
1000 und mehr
572
3091
Die Landwirthe der Grössenklassen unter 4 ha sind je nachdem
ausschliesslich, im wesentlichen oder doch zum grossen Theile darauf
angewiesen, Weizen und Roggen für den Nahrungs- und Futter
bedarf zu kaufen. In der nächsten Klasse (3—4 ha) bilancirt rech-
nungsmässig Erzeugung und Eigenbedarf, in Wirklichkeit wird auch * **)
mittleren Landwiithe bestellen notorisch nicht t/a ihrer Ackerfläche mit
Roggen und Weizen, sondern bauen mehr Futterpflanzen und Handels
gewächse. Die Hauptdomäne des Brotgetreidebaues ist unbestritten der
Grossbetrieb.
**) Das ist für die kleineren und mittleren Betriebe zweifellos zu wenig;
diese verfüttern mehr. Der Bund der Landwirthe hat eine Erhebung über
diese Frage veranstaltet und will festgestellt haben, dass durchschnittlich
27'/2°/o der Erntemenge von Roggen und Weizen verfüttert wird. Damit ist
sicherlich übers Ziel geschossen, nur für die kleineren Betriebe dürfte diese
Ziffer annähernd zutreffen. Wir haben jedoch, wie bemerkt, nur 10% in
Abzug gebracht.