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tümlichkeiten des elektrischen Ofens sind für die
Gestaltung der Arbeiterverhältnisse besonders charakteristisch.
Der elektrische Ofen muss nämlich, um rationell zu
arbeiten, Tag und Nacht im Betrieb sein. Er wird
nur an den höchsten Feiertagen und bei Reparaturen
ausser Betrieb gesetzt.
Die Lage der Carbidwerke kommt insofern in
Betracht, als das Heranziehen und Abstossen der
Arbeitskräfte viel schwieriger als in dicht bevölkerten
Gegenden und Industriezentren ist. Die Carbidindustrie
bedarf nun, wie auch die meisten anderen chemischen
Industrien, ein verhältnismässig nur geringes und,
was für sie noch wichtiger ist, ungeübtes Arbeiterpersonal.
Die Leistungsfähigkeit der Arbeiter hängt
hauptsächlich von der technischen Vollkommenheit
der Einrichtung ab. Man kann mit ziemlicher Genauigkeit
in rationell betriebenen, kleineren Werken
bis zu 2000 PS. auf eine jährliche Produktion von
45—50 tons je einen Arbeiter rechnen, vorausgesetzt,
dass man mit 2 Schichten arbeitet. Arbeitet man
mit 3 Schichten, so muss natürlich die Zahl der
Ofenarbeiter um die Hälfte vermehrt werden. Diese
verhält sich zu der Gesamtzahl der Arbeitskräfte wie
ungefähr 1: 2,5. Ein Ofenarbeiter kann also je nach
der Technik des Ofens im Durchschnitt bei 12 ständiger
Arbeitszeit pro Jahr ca. 120 tons liefern, natürlich
immer gleiche Ofenkonstruktion und 2 Schichten
vorausgesetzt. Ein ausländisches Werk dagegen, das
mit veralteten Öfen aus dem Jahre 1896 arbeitete,
produzierte pro Jahr und Ofenarbeiter 80 tons. Auch
bei grösseren Werken verschiebt sich diese Produktionsleistung
nicht sehr wesentlich, da die neueren elektrischen
Oefen aus technischen Gründen in ihrer Grösse
nicht sehr variieren können und jeder Ofen eine be-