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Der Vollständigkeit halber sei noch bemerkt, dass
ein Carbidwerk in Finnland die beabsichtigte Verwendung
von Holzkohle wegen technischer Schwierigkeiten
aufgeben musste und in Konkurs geriet, da die
Beschaffung von Koks oder Anthracit aus England
und Deutschland zu teuer kam, ein Beweis, mit
welcher Sorglosigkeit industrielle Unternehmungen zuweilen
gegründet werden.
Als Hilfsmaterial ist schliesslich die Elektrodenkohle
zu nennen. Ihr Verbrauch hängt von der Ofenkonstruktion
ab und ist bei älteren Oefen 4—5 mal
so hoch wie bei den neuesten. Ihr Preis stellte sich
für einzelne Carbidwerke infolge der Transportkosten
und des Zolles ca. dreimal so hoch (60 Pfg. pro Kilo)
als die Kohle ab Fabrik kostete, so dass für ein
Carbidwerk — in besonders ungünstiger Lage — das
mit alten Oefen arbeitete, das Hilfsmaterial beinahe
2 mal so teuer war als die Rohmaterialien. Dass natürlich
bei einer derartigen Verzerrung der Selbstkostenfaktoren
an eine Konkurrenzfähigkeit nicht zu denken
ist, ist selbstverständlich. Dies kleine Beispiel beweist,
dass die Rentabilität der einzelnen Werke weit mehr
eine Funktion der Selbstkosten als der allgemeinen
Marktlage ist und es verlohnt sich deshalb der Mühe,
auf diesen Punkt näher einzugehen.
E. Selbstkosten.
In der ersten Zeit der Carbidindustrie, als noch
keine Erfahrungen Vorlagen, wurden die Selbstkosten
ganz schematisch ohne Berücksichtigung aller spezifischen
Eigenschaften aufgestellt. Besonders die Produktionsfähigkeit
der elektrischen Oefen, die die
Grundlage des Voranschlags bildete, wich sehr bedeutend
von der tatsächlich erreichten ab. Manche
Werke konnten mit ihren Oefen kaum ein Drittel der