garantierten Leistung erreichen. Die Folge hiervon
waren Schadenersatz - Ansprüche, lange Prozesse und
zum Teil die Unrentabität der Werke. Bei einzelnen
Werken stellten sich in der ersten Zeit die tatsächlichen
Unkosten um 260 % höher, also auf das 3,6-fache
der ursprünglich veranschlagten Unkosten.
Glücklicherweise waren die Verkaufspreise in der
ersten Zeit so hoch, dass wenigstens einzelne Werke
trotzdem mit Gewinn arbeiten konnten.
Im Gegensatz zu diesen Phantasiegebilden, die
wohl ziemlich allgemein aut eine tendenziöse Reklame
eines Teils der bauausführenden Firmen zurückzuführen
sind, mögen nun einige Zahlen folgen, wie sie
tatsächlich aus der Praxis, wenn auch zum Teil aus
früheren Jahren, sich ergeben haben. Das Werk, auf
das sich die nachfolgenden Zahlen beziehen, produzierte
in dem ersten Jahre ca. Vs, im zweiten ca. 1 U
seiner Leistungsfähigkeit. In der ersten Zeit dieses
zweiten Betriebsjahres war jedoch das Werk zur Hälfte
vollbeschäftigt, während in der zweiten Hälfte des
Jahres der Betrieb eingestellt wurde, so dass sich im
Durchschnitt eine Belastung von l U ergab. Die Selbstkosten
setzten sich pro Tonne wie folgt zusammen :
im ersten im zweiten
Betriebs- Betriebsjahre
jahre
1. Zinsen u. Generalunkosten ca. 91,60 M. 120,00 M.
2. Utensilien „ 0,50 „ 1,50 „
3. Materialien 68,00 „ 67,30 „
4. Gehälter und Löhne . . „ 56,20 „ 61,00 „
5. Fuhrwerkskonto . . . . „ 5,25 „ 4,20 „
6. Verpackungskonto . . . „ 19,00 „ 30,00 „
7. Reparaturenkonto . . . „ 2,90 „ 5,50 „
8. Abschreibungen .... „ — —
Es ergeben sich demnach
die Selbstkosten zu 243,45 M. 289,50 M.
Wange mann, Die Calciumearbidindustrie. 3