Zu diesen Zahlen ist folgendes zu bemerken: Die
Steigerung von 1. ist dadurch zu erklären, dass die
Generalunkosten, trotz der Verminderung der Produktion
annähernd dieselben blieben ; die Quote für
die Einheit des Produktes also stieg. Das Lohnkonto
stieg im zweiten Jahre, weil die Monteure der bauausführenden
Firma nach Beendigung des Probebetriebes
durch eigenes Personal ersetzt werden mussten. Die
Erhöhung der Verpackungsunkosten wurde durch Verbesserung
der Emballage erforderlich. Das Reparaturenkonto
erhöhte sich, weil für einige Gegenstände die
Garantiezeit bereits abgelaufen war. Der Verkaufspreis
war wesentlich geringer als der Selbstkostenpreis.
Der Hauptgrund für diese Erscheinung lag
darin, dass das Werk nicht voll beschäftigt war. Bei
Vollbelastung der Anlage hätten sich die Generalunkosten
auf 30 M., ebenso das Lohnkonto auf ca.
34 M. ermässigt, so dass sich die Selbstkosten einschliesslich
Verpackung aber excl. Abschreibungen
alsdann auf 172,50 M. gestellt hätten. Bei einem
anderen Werke, das mit ca. 3000 P S. arbeitet, ergaben
sich die Selbstkosten zu 196,82 M. Dabei ist
zu bemerken, dass einerseits das Werk nicht vollständig
belastet war, andererseits die Abschreibungen
sehr gering waren. Diese Angabe der Selbstkosten
bezieht sich auf das Jahr 1900, und dies ist insofern
von Wichtigkeit, als die Fortschritte der Technik einen
ganz wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Selbstkosten
ausüben. Hierfür ein Beispiel : Eine mittlere
Fabrik konnte mit ihrer ersten Ofenanlage nur ca. l U
ihrer durch die Wasserkraft bestimmten Leistungsfähigkeit
pro Jahr produzieren. Durch Aufstellung
neuer Oefen, die einen Teil der Produktion übernahmen,
war es gelungen, die Produktion auf das
Doppelte der früheren zu steigern. Die neueren Oefen