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Probebetriebe hinausgeschoben. Während derselben
sollte sich das Arbeitspersonal ein arbeiten und der
Beweis erbracht werden, dass die garantierten Leistungen
tatsächlich erreicht würden. Bei denjenigen Carbidwerken
nun, die von privater Seite gegründet waren,
hatten die elektrotechnischen Fabriken wegen der
scharfen Konkurrenz die weitgehendsten Verpflichtungen
übernommen, deren Einhaltung nachher vielfach
grosse Schwierigkeiten bot, resp. direkt unmöglich
war. Hierdurch erklärt sich auch die Tatsache,
dass die Probebetriebe bei manchen Fabriken ein Jahr
und noch länger dauerten.
Was nun die finanzielle Seite der Gründungen
von Carbidfabriken anbetrifft, so bietet das Studium
gerade dieser Verhältnisse ganz besondere Schwierigkeiten.
Die ausländischen Aktiengesellschaften sind
nicht gezwungen, ihre Bilanzen etc. zu veröffentlichen.
Die Beschaffung des Materials wird hierdurch sehr
erschwert, denn bei der ausserordentlich ungünstigen
finanziellen Entwicklung werden diesbezügliche Zahlenwerte
selten, zumeist überhaupt nicht abgegeben.
Selbst in den Archiven der grösseren Banken war nur
ein sehr beschränktes Material zu finden, da die Beteiligung
und das Interesse der Geldinstitute an den
ausländischen Unternehmungen der Carbidindustrie
sehr gering ist. Das mühsam erlangte Material bildet
eine verhältnismässig undurchsichtige, spröde Masse,
das selten irgend welche zahlenmässigen Vergleiche
und Zusammenstellungen zulässt. Dazu kommt noch,
dass die meisten Fabriken von Anfang an ausser
der Carbidproduktion noch einen anderen Industriezweig
nebenher betreiben, zum Teil auch Elektrizität
zu Licht- oder Kraftzwecken an die Umgegend abgegeben
haben, sodass die Finanz Verhältnisse der eigentlichen
Carbidproduktion sich noch unklarer gestalten.