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Betriebsunfälle stattgefunden. Die Inbetriebnahme der
Neuanlagen verzögerte sich ganz wesentlich, sodass
die Händler, die sich durch die Billigkeit der Terminware
hatten bestechen lassen, nunmehr festsassen.
Bemerkenswert für die Unreife des Carbidhandels
ist folgende Erscheinung. Die Folge davon, dass die
Zwischenhändler ihre Terminware nicht rechtzeitig erhielten,
war, dass die Ware fast stets erst durch
mehrere Hände lief, bevor sie der Konsument erhielt.
Daher kam es, dass dieselbe Ware mehrmals auf dem
Markt erschien. Die Uebersicht über die Lage war
hierdurch ungemein erschwert. Deshalb waren auch
die Preise für die späteren Lieferungen noch nicht
von dem tatsächlichen Bedarf und Angebot diktirt,
sondern von den Händlern zum Teil falsch geschätzt,
da sie infolge des mehrmaligen Erscheinens ein und
derselben Carbidmenge auf . dem Markte an einen
Carbidüberfluss glauben mussten. Diese Tatsache
liefert auch die Erklärung für die interessante Erscheinung,
dass in der ersten Hälfte des Jahres 1899
der Konsum infolge zahlreicher Neuanlagen von
Acetylenzentralen stieg, die Preise aber trotzdem
sanken, wiewohl die Produktion der Carbidfabriken
beinahe dieselbe blieb. In der zweiten Hälfte des
Jahres dagegen fing mit der Inbetriebnahme der Werke
allmählich dieUeberschwemmung des Marktes mit Carbid
an, trotzdem wurde die Ware, wenn auch bei sinkenden
Preisen, glatt aufgenom men, weil die Händler ein Anziehen
der Preise für den Eintritt des Winters erwarteten.
2., Die Zeit des Carbidüberflusses.
In den ersten Monaten des Jahres 1900 sank der
Preis allmählich ohne Sturz. Die Zwischenhändler
hatten sich in der Hoffnung auf einen guten Gewinn
zu Ende des vorhergehenden Jahres zu stark eingedeckt
und schlugen nun Anfang 1900 ihre Ware billig