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los, einmal weil ihr Kapital zu gering war, um es
lange in der Ware zu belassen, dann aber auch, weil
sie die Zinsverluste und hohen Lagerkosten scheuten
und einen weiteren Preisrückgang zum Frühjahre hin
befürchten mussten. Da nun im März und April
mehrere neue Acetylenzentralen in Betrieb kamen, zu
gleicher Zeit auch der Import von Amerika sehr stark
zurückging, weil der Bedarf in den Vereinigten Staaten
selbst nicht gedeckt werden konnte, so wurde die
Ware der Zwischenhändler, wie auch der alten und der
wenigen neuen Werke noch aufgenommen, wenn auch
mit einer ziemlich bedeutenden Preisreduktion. Jedoch
schon im Mai wurde der Markt mit Carbid überschwemmt.
Die fallende Tendenz veranlasste die Konsumenten,
keine grösseren Lieferungsverträge abzuschliessen,
sondern sich nur für den Augenblick einzudecken.
Die Händler, ängstlich infolge des Fallens
der Preise, versuchten ihre Ware selbst mit Verlusten,
aber ohne Erfolg, abzustossen. Die kapitalkräftigeren
Fabriken dagegen hofften für den Spätsommer ein
Anziehen der Preise und arbeiteten deshalb grösstenteils
auf Lager; infolgedessen stagniert der Markt
vollkommen. Einzelne Fabriken schränken ihren Betrieb
ein oder gehen zu anderen Produktionszweigen
über. Diese Spannung steigert sich bis zur Gewitterschwüle.
Als auch die Herbstmonate mit dem erhöhten
Lichtbedürfnis die so lang ersehnte Steigerung der
Preise im allgemeinen nicht herbeiführten, traten die
Vertreter der einzelnen Carbidwerke zu einer Beratung
Ende Oktober in Berlin zusammen. Erst am 30. November
1900 wurde die „Verkaufsvereinigung der
Vereinigten Carbidfabriken“ gegründet.
3. Das erste Syndikat und seine Herrschaft.
Das Syndikat wurde von der Deutschen Goldund
Silberscheideanstalt vormals Rössler in Frank-