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aus Italien anbetrifft, so hat das Syndikat gelegentlich
des Carbidmangels ira Anfänge 1903 einiges Material
dorther bezogen (s. Tabelle II). Die hauptsächlichsten
Posten wurden jedoch von einer Grosshändlerfirma
bestellt, der die amerikanische Zufuhr abgeschnitten
war und die bis zur Inbetriebsetzung ihres eigenen
Werkes auf italienische Ware angewiesen war. Wie
die übrigen Importziffern zeigen, kommt die italienische
Ware für den deutschen Markt nicht in Betracht.
Von der einen Seite wird die schlechte Qualität, von
anderer Seite die schlechte Verpackung als Grund
angegeben, die beim Transport durch die regulären
Dampferlinien als nicht den Anforderungen der See-Berufsgenossenschaft
entsprechend, speziell aber beim
Weiterverkauf in Deutschland Schwierigkeiten verursache.
Als Gegenwicht gegen die monopolistische Machtstellung
des Syndikates bildeten sich als Kontremine
schon im Januar 1902, sobald die Preise emporschnellten,
Vereinigungen von Konsumenten, z. B. in
Lothringen, Oesterreich-Ungarn etc. Zum Teil gelang
es ihnen, die Preise für die Angehörigen durch Bezüge
in grösseren Mengen tatsächlich herabzudrücken.
Wirksamer war späterhin das Vorgehen einer Carbidgenossenschaft
in Zürich, die die Fabrik zu Gurtnellen,
die bisher dem Syndikat angehörte, käuflich erwarb,
als dieselbe in Liquidation geriet und in diesem Werke
ausserhalb des Syndikats für die Angehörigen der
Genossenschaft produzierte. Ein Prozess, der vom
Syndikat angestrengt wurde, wurde durch einenVergleich
beendet. Allerdings wurden die Carbidlieferungen
des Gurtneller Werkes an die Genossenschaft zu
Zürich zeitweise beim Umbau der Fabrik unterbrochen.
Im allgemeinen ist es der sehr geschickten, zielbewussten
und tatkräftigen Politik des Syndikats ge-