Full text: Laienbrevier der National-Ökonomie

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Die Bedeutung des Tausches im Arbeits- u. lvertbildungsprozeß 
der Tausch von Ware gegen Arbeit auftritt, der Vor 
teil eher auf seiten der Arbeit gewesen ist, als auf 
feiten des Kapitals. Vas letztere ist fast immer noch 
als das Arbeit werbende erschienen, und wenn seine 
Tewinnrate im vergleich zum Arbeitserträge des ein 
zelnen Arbeiters auch häufig übergroß erscheint, so 
wird man, den gänzlich freien Arbeitsvertrag vorausge 
setzt, immer nur ein absolutes, selten ein relatives 
Übergewicht konstatieren können. Vas erstere liegt in 
der Natur der Sache. 
Lin Schuhmacher hat täglich ein paar Stiefel 
angefertigt, und sein Nachbar erfindet eine Maschine, 
mit der in derselben Zeit 10 paar hergestellt werden 
können. Ersterer fürchtet die Konkurrenz und tritt 
als Arbeiter beim Erfinder ein. Auf wieviel Paar 
Stiefel hat er dann da eigentlich Anspruch? Doch im 
Ģrunde nur auf eins, denn die andern neun fertigt 
der Erfinder. Es ist doch sein in der Maschine nieder 
gelegter Geist, der durch die Hand des Arbeiters die über 
schüssigen 9 Paar herstellt. Erst wenn dieser durch ge 
schickte Handhabung der Maschine 12 anstatt 10 paar 
schuhe anfertigt, hat er Anrecht auf einen Überschuß. 
6ei diesem, und nicht nur bei diesem, durchaus gerechten 
relativen Verhältnis des Erwerbs zur Leistung, wird 
natürlich die absolute Einnahme des Erfinders eine 
größere fein, als die des Handarbeiters. Das ist aber 
doch nicht mehr als gerecht. Der Geist hat ebensogut 
ein Necht auf den vollen Arbeitsertrag wie die Hand, 
und wenn er 10 Gegenstände hervorzaubern kann, 
wo die Hand es nur zu einem bringt, so hat er ein 
Üecht auf den 10 fachen Ertrag. Dem Geiste den vollen 
Materiellen Erfolg seiner Betätigung nehmen, heißt, 
ihn in die Gebiete der abstrakten Spekulationen ver-
	        
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