Full text : Laienbrevier der National-Ökonomie

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Das  Geld  als  Hilfsmittel  des  Tausches

freuen  sie  sich  sogar  eines  leidlichen  Wohlergehens.
Ñlso  es  geht  auch  ohne  Gold  und  Silber.  Die  Basis
ist  nicht  notwendig,  aber  sie  ist  außerordentlich
Zweckmäßig.
Dieses  wird  uns  sofort  klar  werden,  wenn  wir
uns  die  Funktion  vergegenwärtigen,  die  das  Edelmetall ­
  im  Wirtschaftsleben  erfüllt.  Je  entwickelter  und
je  fester  organisiert  ein  Staat  ist,  um  so  mehr  trägt
er  den  Charakter  einer  in  sich  abgeschlossenen  Produktions- ­
  und  Konsumgenossenschaft.  Gr  ist  im  Großen
das,  was  jeder  Wirtschaftsbetrieb  im  Kleinen  ist.  Nun
%  wenn  auch  nicht  die  conditio  sine  qua  non,  so
doch  jedenfalls  die  Vorbedingung  einer  gedeihlichen  Entwickelung ­
  eines  jeden  modernen  Betriebes  das  Vorhandensein ­
  eines  gewissen  Betriebskapitals,  d.  h.  es
genügt  nicht,  daß  ein  Betrieb  über  wertvolle  Maschinen, ­
  tüchtige  Kräfte,  genügende  Nohstoffe  usw.  verfüge, ­
  er  muß,  um  in  einem  lebhaften,  nutzbringenden
Ģeschäftsaustausch  mit  allen  seinen  Nachbarn  bleiben
Zu  können,  einen  Vorrat  von  werten  haben,  die  diese
Nachbarn  jederzeit  anzunehmen  gewillt  sind,  ja,  zu
deren  ñnnahme  sie  eventuell  gezwungen  werden  können.
Diese  Funktion  erfüllt  innerhalb  einer  Volksgenossenschaft ­
  das  Geld  mit  seinen  Surrogaten.  Ls  versagt
aber  seinen  Dienst,  sowie  es  sich  um  Regelung  der
internationalen  Beziehungen  der  großen  Volksgemeinschaften ­
  untereinander  handelt,  weil  es  heutzutage ­
  ja  nur  den  Charakter  von  Papiergeld  trägt.
Daher  verlangt  es  die  glatte,  verlustfreie  Regelung
  des  internationalen  Güteraustausches,  daß  jedes
Dolk  ein  seiner  Bedeutung  entsprechendes  Betriebskapital ­
  habe  in  einer  Form,  durch  die  jeder  Nachbar ­
  sofort  befriedigt  werden  kann.
            
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