Full text : Laienbrevier der National-Ökonomie

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8.  Kapitel

höchsteigenhändig  goß?  Der  Mann,  der  Elektrotechniker,
der  Petroleumraffineur.  Mer  buttert  heute?  Etwa
das  Bauernmädchen?  Nein,  der  Meierist  in  der  Genossenschaftsmeierei. ­
  Man  kann  also  durchaus  nicht
von  einer  einseitigen  Verdrängung  reden,  denn  man
bedenke,  daß  in  allen  diesen  Fällen  ein  Mann  Hunderte ­
  von  Frauen  aus  dem  Erwerbsleben  verdrängte,
während  es  sich  beim  Eintreten  der  Frau  in  dasselbe
nur  um  den  Ersatz  einer  Person  durch  eine  andere
handelt.  Es  ist  durchaus  verkehrt,  solche  Fragen  nach
Augenblickserscheinungen  und  aus  kleinlichen  engherzigen
Motiven  heraus  zu  beurteilen.  Schließlich  wird  sich  auch
hier  wiederholen,  was  wir  überall  beobachten  können,
wo  immer  wir  Entwickelung  vor  uns  haben,  daß  die
passendste  Arbeit  zu  den  passendsten  fänden  kommt,
ganz  einerlei,  ob  diese  ļ)ände  sich  an  einem  männlichen
oder  weiblichen  Körper  befinden.
2.  ist  nicht  außer  acht  zu  lassen,  daß  durch  den
Eintritt  von  Hunderttausenden  von  Frauen,  auch  der
sogenannten  besseren  Stände,  ins  Erwerbsleben  die  Kaufkraft ­
  des  Volkes  erhöht,  und  anderweitig  neue  Arbeitsgelegenheit ­
  geschaffen  wird  auf  Gebieten,  auf  denen
sich,  ihrer  Veranlagung  nach,  nur  wieder  Männer  betätigen ­
  können.
Die  Betätigung  der  Frauen  im  Arbeitsprozeß  des
Volkes  ist  also  volkswirtschaftlich  durchaus  gesund  und
richtig,-  verkehrt  aber  ist  es,  wenn  man  die  so  tätige
Frau  ihren  Schwestern  in  der  Ehe  und  der  Kinderpflege ­
  gegenüber  als  die  allein  produktive,  die  volkswirtschaftlich ­
  nützlichere  ansehen  wollte.  Am  höchsten,
nicht  nur  ethisch,  sondern  auch  in  ihren  Wirkungen
auf  die  Volkswirtschaft,  steht  immer  die  Mutter,  und
            
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