Full text: Laienbrevier der National-Ökonomie

Über ökonomische Werte 
zu schaffen und aufrechtzuerhalten. Allein durch diese 
entsteht jener Wert, der bei jeder Steuerdeklaration 
zu berücksichtigen ist, und der als Teil des Volksver- 
wögens statistisch eingestellt wird. 
lvenn wir nun sehen, daß unter allen Umständen 
erst der Konsum den Dingen ihren Wert verleiht, daß 
letzterer wohl mit ihrer Herstellung beginnt, aber nicht 
vollendet wird, so ergibt sich, daß überhaupt das Wert 
bildende in der Bewegung liegt, die die Dinge nach 
dem Ziele ihrer zweckmäßigen Vernichtung ausführen. 
§omit liegt der Wert eines Gegenstandes 
nicht in seinem Vorhandensein, nicht in der 
Tatsache, daß man ihn produziert hat, son 
dern in seiner Bewegung, ebenso wie das 
Biu * im menschlichen Körper nicht deshalb 
wertvoll ist, weil es vorhanden ist, sondern 
weil es sich bewegt! 
Diese Bewegung kann zweifacher Natur sein. Ent 
weder die Dinge kommen zu den Nlenschen, oder der 
Ülensch geht zu den Dingen, ñls selbstverständlich setzen 
Wir voraus, daß nur von einer solchen Bewegung die 
Vede sein kann, die dem Zwecke entspricht, zu dem der 
Ģegenstand geschaffen wurde, oder zu dem er benutzt 
Werden kann. 
Tin Sack Korn, der vergessen auf dem Boden 
des Landmannes liegt, bis er verfault, war nur so 
lange ein Wertobjekt, als man ihn produzierte, mit 
dem Vergessenwerden, seiner Bewegungslosigkeit, schal 
tete er als Wertobjekt aus. Ein Stück Möbel, zu dem 
Wir uns täglich hinbewegen, welches wir benutzen, 
ist wertvoll, ein Stück, das verlassen auf dem Boden 
steht, ist im volkswirtschaftlichen Sinne wertlos, bis wir 
e§ wieder benutzen oder es verkaufen, also Bewegung
	        
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