Arbeit und (Eigentum
uni» damit seine Arbeitskraft verlängert, „unpro*
unto . Kann man sich einen größeren Widersinn
enken? Wann wird der Arzt unproduktiv? wenn
" şàen Beruf mangelhaft erfüllt, wenn er durch
Kurpfuscherei den Schuster, anstatt 30 Tage, 40 Tage
? ns Krankenbett fesselt, so daß 10 Paar Schuhe ver-
oren gehen, oder wenn er dem Arbeiter sein Leben
verkürzt, anstatt es zu verlängern.
Und wann hört der Landmann auf, produktiv
Zu sein, selbst wenn er von morgens bis abends ar-
Cl , e * ? îvenn er durch verkehrte Behandlung des Viehs,
untntelligente Wahl der Fruchtfolgen seinen Besitz her-
un erwirtschaftet, oder wenn er sich aus alter Ge
wohnheit darauf versteift, Dinge herzustellen, die ein
°!f»f CrCr besser und billiger liefern kann. Ģtet
9 l es allerdings eine ziemlich breite neutrale Zone,
wo produktiv und unproduktiv in einander übergehen,
et das Wort „billig" und „besser" sehr dehnbare
egrtffe sind- aber jeder, der im Erwerbsleben steht,
Arbeiten oft ein sehr teueres Vergnügen
^ es Tausende gibt, die unermüdlich tätig sind
n doch nichts vor sich bringen, ja häufig mit un-
eyeurem „Fleiß" ein großes vermögen verwirtschaften,
°n dem sie als Müßiggänger bequem hätten leben
. ähnlich widersprechend sind auch noch die An-
Och en über die volkswirtschaftliche Bedeutung der wehr
hafte zu Wasser und zu Lande, wir haben schon oben
arauf hingewiesen, daß nicht Arbeit allein, sondern
amps nnb Arbeit zur Befriedigung unserer Bedürf-
hlie gehören. Das wird leider von vielen Nationalöko-
ļ OHEN übersehen, die ihre rein theoretisch oder dia-
e ì'â) gewonnenen Anschauungen zur Geltung bringen
vohlmann, Laienbrevier.
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