Full text : Laienbrevier der National-Ökonomie

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Die  Bedeutung  des  Tausches  im  ñrbeits-  u.  Wertbildungsprozeß
eine  Zache  als  „ein  räumlich  begrenztes  Ztück  der  körperlichen ­
  Welt,  dessen  Begrenzung  durch  die  Natur
oder  durch  menschliche  Willkür  gegeben  ist".
Diese  Definition  läßt  es  ganz  offen,  ob  nicht  auch
gelegentlich  der  Nlensch  als  ein  räumlich  begrenztes
btück  der  körperlichen  Welt  zur  Sache  werden  kann,
jedenfalls  macht  sie  den  Grund  und  Boden  dazu,  und
hier  liegt  der  Widersinn.
Wenn  jedes  durch  menschliche  Willkür  abgegrenzte
5tück  der  körperlichen  Welt  „Zache"  ist,  dann  sind  ganze
Länder  weiter  nichts  als  Sachen,  dann  ist  Amerika
eine  Zache,  Europa  eine  Sache,  ja,  schließlich  sind  alle
vom  Nleer  umspülten  Erdteile  eine  Zache.  Das  ist  doch
ohne  Zinn.  Eine  Definition  hat  doch  den  Zweck,
unterscheidende  Merkmale  aufzustellen,  nicht  neue
Worte  für  alte  Begriffe  zu  konstruieren,  wenn  alles,
was  es  gibt,  Zache  ist,  dann  brauchen  wir  das  Wort
ja  gar  nicht.  Der  Sprachgebrauch  hat  es  geschaffen,
um  etwas  zu  bezeichnen,  was  im  Gegensatz  zu  der
den  Menschen  umgebenden  Natur  steht.
Viel  besser  ist  in  dieser  Einsicht  das  alte  Preußische ­
  Allgemeine  Landrecht,  indem  es  I,  2,  §  3  eine
bache  definiert  als  „einen  Gegenstand,  welchem  entweder ­
  von  Natur  oder  durch  die  Übereinkunft  der
Wenschen  eine  Zelbständigkeit  zukommt,  vermöge  deren
er  Objekt  eines  dauernden  Rechtes  fein  kann",  nur
iaucht  hier  wieder  die  Frage  auf:  was  ist  unter  Gegenstand ­
  zu  verstehen,  sind  100  ha  Land,  sind  ganze  Provinzen, ­
  Reiche,  Erdteile  Gegenstände?  Je  nachdem  man
dieses  bejaht  oder  verneint,  ist  die  Definition  richtig
oder  verkehrt.
Wir  sollten  meinen,  daß  eine  Zache  am  einfachsten
und  klarsten  wie  folgt  zu  definieren  sei:  „ein  räum-
            
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