Full text : Die Sozialpolitik Bismarck's

„Jedem,  der  unser  öffentliches  Leben  mit  einiger  Aufmerksamkeit  befrachtet, ­
  drängt  sich  die  Beobachtung  auf,  dass  die  Probleme  der  Volkswirtschaft ­
  und  Sozialpolitik  heutzutage  in  fast  alle  Interessensphären  hinein-,,rapen,
  dass  es  fast  niemanden  mehr  in  den  modernen  Kulturstaaten  gibt,
„dem  nicht  gelegentlich  die  Notwendigkeit  erwüchse,  sich  über  die  Zusammen-,,hänge
  des  Wirtschaftslebens  oder  über  die  Ziele  der  Wirtschafts-  und
„Sozialpolitik  Rechenschaft  abzulegen.“
Mit  diesen  Worten  beginnt  einer  unserer  ersten  Volkswirtschaftler,  Herr
Professor  Werner  Sombart,  Breslau,  das  einleitende  Heftchen  dieser  Sammlung, ­
  die  es  sich  zur  Aufgabe  gestellt  hat,  einem  möglichst  weiten  Leserkreis ­
  Abhandlungen  über  wesentliche  Fragen  der  Volkswirtschaft  und  Sozialpolitik ­
  zu  bieten,  die  möglichst  von  ersten  Sachkennern  objektiv  ohne
Parteifärbung  geschrieben  sind.  Die  Heftchen  sind,  ihrem  Umfang  entsprechend, ­
  als  erste  Einführung  in  die  zu  behandelnden  Fragen  gedacht,
sie  werden,  zunächst  auf  Fragen  der  Zeit  Rücksicht  nehmend  und  vom  geschichtlich-kulturgeschichtlichen ­
  Standpunkt  ausgehend,  möglichst  viel  Tatsachenmaterial ­
  bringen,  das  praktisch  Erreichte  und  weiterhin  praktisch
Wünschenswerte  und  Durchführbare  hervorheben  und,  soweit  tunlich,  ausländische ­
  Verhältnisse  zum  Vergleich  heranziehen.  In  den  wirtschaftlichsozialen ­
  Kämpfen  unserer  Zeit  sollen  sie  sich  bemühen,  eine  vermittelnde
Stellung  einzunehmen,  die  sich  die  Gerechtigkeit  nach  jeder  Seite  hin  zur
Richtschnur  nimmt  und  die  Ansicht  vertritt,  dass  eme  fortschreitende
Besserung  und  Gesundung  der  sozialen  Verhältnisse  zur  Bedingung  hat,
dass  über  diese  Verhältnisse  in  weitesten  Kreisen  auch  sachlich  begründete
Kenntnisse  vorhanden  sind.  Einschlägige  ethisch-religiöse  Fragen  finden
Berücksichtigung.

Preis  jede«  Heftes  15  Pf-,  Doppelheft  BO  Pf.
Jede  Reihe  von  10  Heften  Wk.  1.20.

gqp-  Für  Vereine  und  Körperschaften,  welche  die  Heftchen  zur
Verteilung  an  ihre  Mitglieder  und  geeignete  Interessenten  verwenden
wollen,  wird  von  den  meisten  Heftchen  eine  Flugschriftausgabe
ohne  Umschlag  auf  einfachem  Papier  gedruckt  erscheinen,  die  zum
Preise  von  ca.  3  Mk.  für  50  Exemplare  und  ca.  5  Mk.  für  100  Exemplare
—  auch  durch  jede  Buchhandlung  —,  unter  gleichzeitiger  Angabe  der
Adresse  des  betr.  Vereins,  zu  beziehen  sind.
Die  Sammlung  wird,  wie  oben  erwähnt,  durch  Herrn  Professor  Werner
Sombart,  Breslau,  eingeleitet.
Ihre  Mitarbeit  haben  bisher  dem  Unternehmen  zugesagt:
Professor  Pr.  Th.  Achclis,  K.  Agahd,  W.  B  er  draw,  K.  Blind-London,  Dr.  II.  Blum,
Pr.  W.  Bode-Weimar,  Dr.  IV.  Borgius,  Dr.  H.  träger,  P.  Debt,  Dr.  E.  Pennert,
Dr.  K.  Flesch,  Pr.  L.  Fuld,  J.  Gaulke,  Dr.  L.  Gurlitt,  Pr.  Ilood,  K  Jentsch,  L.
Kätscher,  T.  Kellen,  Dr.  G.  Koch,  M.  May,  Pr.  Franz  Oppenheimer,  H.  Ostwald,
Fri.  A.  Pappritz,  Plutus  [G.  Bernhard],  Professor  Dr.  W.  Rein-Jena,  A.  Kassier,
Pr.  G.  Schaertlin,  Frl.  Pr.  K.  Schirmacher,  Pr.  H.  Schmidkunz,  Prl.  Adele  Schreiber,
M.  V.  Schulz,  Pr.  G.  Sydow,  W.  Timmermann,  Pr.  J.  Unold,  Pr.  A.  Wirth,  II.
Wolgast,  Pr.  J.  Ziehen  usw.
            
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