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ismarcks Sozialpolitik ist cluicliaus den höchsten und
gewaltigsten Leistungen und Erfolgen zuzurechnen, die dieser
unvergleichliche Staatsmann geplant und erzielt hat. Ja vom rein
menschlichen und sittlich-christlichen Standpunkt aus darf man
sie vielleicht über alle andere stellen. Wo und wann hat denn
je zuvor ein Staatsmann von Bismarcks Machtgewalt und Vermögen,
nachdem er in ruhmreichsten Siegeskämpfen das mächtigste
Reich seiner Zelt geschaffen und befestigt, die ganze Machtfülle
dieses Reiches und die eigene mit unablässiger Fürsorge und
Ausdauer in den Dienst reinster, edelster Menschen- und Bruderliebe
zu gunsten der Schwachen und Bedrückten gestellt, um als
höchstes und letztes Ziel seines weltgeschichtlichen Wirkens „das
praktische Christentum“ zu betätigen, wie Bismarck selbst
seine Sozialpolitik schön nannte? Erst da erfüllten sich die
kühnsten Hoffnungen, die der edle deutsche Vaterlandsfreund, der
warmblütige junge Schwabe Paul Pfizer schon 1831 in seinem
„Briefwechsel zweier Deutschen“ auf die Segnungen der deutschen
Einheit unter preussischer Vormacht gesetzt hatte, namentlich als
er in einem der diesem Werke beigegebenen Gedichte sang:
Aber keineswegs erst auf der Höhe seiner Macht und erst
im Alter hat Bismarck die Sorge für ein besseres Los und gesichertes
Dasein der arbeitenden Klassen auf seinem grossen Herzen
getragen. Vielmehr schon sehr früh in seinem Lebensgang und
Lebenswirken tritt diese Fürsorge deutlich hervor. Ueberaus
wohltätig wurde sie von allen empfunden, denen der junge Bismarck
in Kniephof (Pommern) und in Schönhausen Gutsherr war,
nicht minder von der ganzen nachbarlichen Bevölkerung. Mit
grösster eigener Lebensgefahr rettete der 27 jährige Leutnant
Adler Friederichs des Grossen.
Gleich der Sonne decke Du
Die Verlassen, Heimatlosen
Mit der goldnen Schwinge zu.