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zu beschäftigen, — arbeitet dagegen in erster Linie für
die ihr angeschlossenen Familien und strebt, wenn sie
ihrem Principe treu bleibt, viel weniger die Schaffung von
Dividenden als die Production eines Maximums von Vor
teilen für ihre Mitglieder an.
Man verallgemeinere diesen Associationstypus und
man hat, wenn auch sehr unvollkommen und rudimentär,
eine Idee davon, was die socialistische Wirtschaftsordnung
sein würde, oder was sie vielmehr sein könnte.
Es wäre gewiss höchst lächerlich, in diesen zarten
Embryonen, die den Mutterschoss des Capitalismos noch
nicht verlassen haben, die noch in ihrer Structur und
Existenz vom Capitalismos abhängen, das verkleinerte Ab
bild der zukünftigen Welt zu sehen. Wir glauben aber
doch, das beste Mittel, die socialistische Productionsweise
in begreiflicher und concrete: Weise zu erfassen, ist dieses,
dass man ihre Vorspiele in der heutigen Ordnung, so
unvollkommen sie auch sein mögen, als Anknüpfungs-
puncte nimmt; man eliminiere nur in Gedanken alle capi-
talistischen Ueberbleibsel, die ihnen noch anhaften und
stelle sich — beispielsweise nach dem Muster der grossen
belgischen Genossenschaften — eine riesige Cooperativ-
genossenschaft vor, der alle Bürger eines Landes ange
hören oder die auf einem mehr oder weniger grossen
Gebiete alle Arbeitsmittel, zum mindesten die Arbeitsmittel
in den grossen Industrieen, als Gemeineigentum besitzt;
eine Genossenschaft, in der alle Mitglieder, gleichzeitig
Producenten und Consumenten, ihre geistige und körper
liche Arbeit zur Verfügung stellen würden, in der sie
direct oder indirect ihre Verwalter oder Leiter wählen
und alle Gebrauchsgegenstände zur Befriedigung ihrer
Bedürfnisse herstellen würden.
In einer derartigen Gesellschaft würde nach unseren
Gegnern und Kritikern die Verteilung dasjenige Pro
blem sein, dessen Schwierigkeiten sich schon aus dem