Full text: Die Entwickelung zum Socialismus

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Reichtümern finden, deren Production keine Arbeit er 
fordert. In dem Augenblicke aber, wo das Element Arbeit 
in die Erscheinung tritt, wo sich die Notwendigkeit einer 
productiven Anstrengung bemerkbar macht, stösst im all 
gemeinen die Anwendung des communistischen Princips 
auf unübersteigliche Hindernisse. Man ist ferner zu der 
Frage berechtigt, welche Stärke die altruistischen Gefühle 
der Arbeiter haben müssen, wenn nicht ihre productive 
Energie durch die Abwesenheit jedes unmittelbaren und 
persönlichen Interesses vermindert werden soll. 
Bei aller Anerkennung der communistischen Ten 
denzen, die sich schon heute in den modernen Gesell 
schaften zeigen, — Tendenzen, die natürlich in einer so- 
cialistischen Wirtschaftsordnung bedeutend an Kraft ge 
winnen würden, — bei aller dieser Anerkennung, in der 
wir uns mit Kropotkin eins wissen, scheint uns doch un 
möglich, anzunehmen, dass man bei der Verteilung des 
gemeinsamen Arbeitsproductes allein nach dem Bedürfnis 
jedes Menschen gehen und von der Arbeitsleistung ganz 
absehen könne, ebenso wie uns unmöglich scheint, dass 
man lediglich nach der Arbeitsleistung gehen und hin 
wiederum von dem Bedürfnis absehe. 
Im Grunde genommen stellen diese beiden Formeln 
— jeder nach seiner Arbeit und jeder nach seinem Be 
dürfnis — den Anfangspunct und den Endpunct einer 
Entwickelung dar, die aus der heutigen Wirtschaftsord 
nung die unvollkommensten Formen des Collectivismus 
ableitet, um schliesslich zu den freiesten und reinsten 
Formen des Communismus emporzusteigen. 
In diesem Punct befinden wir uns in Uebereinstim- 
mung mit gewissen und nicht den geringsten unter den 
communistischen Anarchisten. „Wenn die Völker,“ so 
sagt E. Carpenter, „die Lehre des Commercialismus 
und der Concurrenz so gut begriffen haben, wie die heuti 
gen die Lehre des Jeder für sich, dann bedarf es auch 
der Zeit, um sie wieder zu vergessen. Das Gefühl für 
if'r« '*1,1 Cf,
	        
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