dem Egoismus, mit dem engen persönlichen Interesse
rechnen, soweit es nötig ist, um der gesellschaftlichen
Arbeit das Maximum der Productivität zu sichern.
§ 3-
ZusammenfassungundSchlussfolgerungen.
Wir stellen also fest, dass es unmöglich ist, ein für
alle Stufen der socialen Entwickelung allgemein anwend
bares Verteilungsprincip zu formulieren. Die immer nur
relative und transitorische Ueberlegenheit dieser oder
jener Formel hängt im letzten Grunde davon ab, ob sie
besser als andere geeignet ist, in einem gegebenen Mo
ment die grösste Ausdehnung der Productivkräfte, den
grössten Ertrag der Gesamtproduction zu sichern.
Wir bemerken übrigens, dass in einem socialistischen
Staate diese Verteilungsfragen nicht die wesentliche Be
deutung haben werden, die sie heute besitzen und die die
bürgerlichen Nationalökonomen, wenn sie sich einmal
theoretisch in einen anderen Gesellschaftszustand hinein
denken, ihr gerade aus diesem Grunde beizumessen be
lieben.
Heute wird der ganze Mehrwert in der That zwischen
den Besitzern des Capitals aufgeteilt ; erst nach dieser Auf
teilung wird ein Teil des Mehrwertes — derjenige, der
nicht unproductiv verzehrt worden ist — dazu benutzt,
die Productionsmittel zu verbessern, die indirecten Mit
helfer der Production zu bezahlen oder zu den öffent
lichen Ausgaben beizutragen.
In der socialistischen Wirtschaftsordnung würde da
gegen nur bei einem verhältnismässig kleinen Bruchteil
des von der socialen Arbeit erzeugten Mehrwertes von
Verteilung die Rede sein. Vor jeder Verteilung dieses
Mehrwertes unter die einzelnen würde die Allgemeinheit
die Mittel zur grösstmöglichen Entwickelung der Pro
duction, zur Bezahlung der Arbeiter, die nicht direct an