Full text : Die Entwickelung zum Socialismus

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verbirg  Dich  nur  hinter  dem  Schirm,  Freundchen!  Kein
Mensch  kann  Dich  dort  sehen,  weder  Pfaff,  noch  Unternehmer, ­
  noch  Bürgermeister.  Verbirg  Dich,  als  wolltest
Du  ein  Verbrechen  begehen.  Du  bist  mit  Deinem  Gewissen ­
  allein.  Du  bist  frei,  einmal  alle  vier  Jahre!
Aber  ist  denn  nicht  diese,  —  übrigens  so  kostbare
—  Minute  der  Freiheit  der  beste  Beweis  für  die  dauernde
Sclaverei?  Zeigt  sie  nicht  schlagend,  dass  in  der  heutigen
Ordnung  der  Dinge  nur  diejenigen  ihre  Meinung  frei
heraussagen,  ihre  politische  Ueberzeugung  darthun,  ihre
religiösen  oder  philosophischen  Ansichten  öffentlich  bekennen ­
  dürfen,  die,  wie  man  zu  sagen  pflegt,  eine  „unabhängige ­
  Situation“  haben,  die  im  persönlichen  Eigentum
die  Garantie  ihrer  Freiheit  besitzen?
Folglich  ist  dies  das  einzige  Mittel,  allen  die  Freiheit
zu  geben,  dass  man  allen  Eigentum  giebt.  Unter  der  Herrschaft ­
  der  Grossindustrie  geht  das  aber  nur  auf  dem
Wege  der  Vergesellschaftung  der  Productions-  und  Austauschmittel. ­

Nun  wendet  man  freilich  ein,  das  Heilmittel  sei
schlimmer  als  das  Uebel;  man  behauptet,  die  persönliche ­
  Freiheit  würde  unter  der  auf  das  Gemeineigentum
gegründeten  Souveränität  des  Volkes  noch  mehr  leiden,
als  unter  der  auf  dem  Privateigentum  beruhenden  Souveränität ­
  der  Capitalisten.  Und  um  diese  Behauptung  zu
stützen,  beruft  man  sich  nacheinander  auf  das  Interesse
der  Bürger  als  Producenten  wie  als  Consumenten.
Was  zunächst  vom  Standpuncte  der  Producenten  die
Arbeiter  anlangt,  die  heute  in  capitalistischen  Unternehmungen ­
  schaffen  müssen  und  später  in  vergesellschafteten
Unternehmungen  beschäftigt  sein  würden,  so  haben  wir
das  Recht,  zu  sagen,  dass  sie  in  puncto  Freiheit  nichts
als  ihre  Ketten  zu  verlieren  haben  würden  ;  nicht  einmal
der  Despotismus  des  heutigen  Staats  als  Unternehmer,
der  durch  den  wachsenden  Einfluss  der  Demokratie  fortwährend ­
  gemildert  wird,  wäre  schlimmer,  als  der  Des-
            
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