Full text: Die Entwickelung zum Socialismus

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Wenn also auch sicherlich die Gesamtzahl der Han- 
delsuntemehmungen wächst, so ist weniger sicher, dass 
die Unternehmungen der dritten Kategorie eine Tendenz 
zur Vermehrung zeigen, und diese allein interessieren uns 
in Hinsicht auf den Zusammenhang des Besitzes und der 
Arbeit. 
Sicherlich wächst ihre Zahl mit der gewerblichen 
Specialisierung in den Gegenden, wo sich die Verkehrs 
wirtschaft auf Kosten hauswirtschaftlicher Productions- 
formen ausbreitet. Ein Dorf, das früher ausschliesslich 
Landwirtschaft betrieb, dessen Einwohner ihr Brot selbst 
buken und ihre Butter und Eier gegen Ware bei den 
Händlern der nächsten Stadt austauschten, besitzt jetzt 
seine Bäckerei, seinen Händler, oder wenigstens eins von 
diesen Universalmagazinen, wo man zu gleicher Zeit 
Ellenwaren und Colonialproducte, Töpfe und Calender, 
Wichse und saure Heringe, Corsets und Strohhüte ver 
kauft. Aber wenn sich in den ländlichen Districten die 
Differenzierung des Handels mehr und mehr durchsetzt, 
wenn sich dort die Zahl der kleinen Läden vermehrt, so 
bringt umgekehrt in den städtischen Bezirken die Ent 
wickelung der Genossenschaften und besonders der Bazare 
und Grossmagazine — von denen einige, wie der Bon 
Marché oder der Louvre in Paris, mehrere Tausend An 
gestellte beschäftigen — den kleinen Händlern Nachteil, 
der sich zuerst in der Verminderung ihres Profits, dann 
aber in gewissen Zweigen in der Verminderung ihrer Zahl 
bemerkbar macht. 
Es unterliegt indessen keinem Zweifel, und das ist 
eine der schwersten Unzuträglichkeiten des heutigen 
Wirtschaftssystems, dass die Kleinhändler eine zahlen- 
mässige Wichtigkeit haben, die ausser Verhältnis mit ihren 
den Consumenten geleisteten Diensten steht. 
Welche schlagenden Beispiele hat man nicht dafür 
beigebracht, was der Parasitismus der Zwischenhändler 
dem Publicum kostet : die normännischen Kartoffeln
	        
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